Brot- und Futterweizen auf einem Preisniveau

22. Januar 2018

Kurzzeitig gab es im Norden etwas lebhaftere Nachfrage nach Weizen für den Export, die aber rasch wieder abflaute und den Brotgetreidemarkt in seine bisherige Lethargie zurückversetzte. Die stark abgeschwächten Weizenkurse in Paris als Reaktion auf die gekürzte Exportprognose des USDA ließen den Kassapreisen keinen Spielraum nach oben. In Paris büßte der Fronttermin in nur 5 Tagen rund 7 EUR/t ein. In diesem Abwärtssog verloren vor allem die Weizenpreise, Brotroggen und Braugerste reagierten dagegen nicht. Das Kaufinteresse wuchs mit stetigem Kursverlust, traf aber kaum auf Angebot. Denn während die Mühlen Liefertermine ab April 2018 im Fokus haben, versuchen Landwirte jetzt ihre Lagerware abzugeben. Die Mühlen verzeichneten ein etwas regeres Exportgeschäft als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Bislang wurden mit gut 11.000 t rund 6 % mehr in Drittländer verkauft. Deutschland ist aber nur ein kleines Licht im EU-Mehlexport - von den bislang 436.300 t liegt der Anteil nicht einmal bei 3 % und Deutschland belegt in diesem Wirtschaftsjahr Platz 9. Es führen Frankreich (100.000 t), die Niederlande (70.000 t) und Belgien (69.000 t). Auf Großhandelsebene haben sich die Gebote für Brotweizen in den vergangenen Tagen um 4 EUR/t abgeschwächt. Auch die Futterweizenpreise haben sich abgeschwächt, aber nur um 2-3 EUR/t gegenüber Vorwoche. (Quelle: AMI)

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