Molkerei Goldsteig beschließt Glyphosat-Verbot

12. Januar 2018

Mit Gültigkeit zum 1. Januar 2018 hat die Molkerei Goldsteig GmbH ihren Milchlieferanten den Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden bei selbst produzierten Futtermitteln verboten. Nicht betroffen hiervon sind bis auf weiteres zugekaufte Futtermittel jedweder Art. Die Milcherzeuger der Molkerei Goldsteig wurden kurz vor dem Jahreswechsel über diesen Schritt informiert. Goldsteig ist, bezogen auf die Milchmenge, Deutschlands achtgrößte Molkerei (ca. 860 Mio. kg Milch pro Jahr) mit ca. 3.000 Milchlieferanten.

Ausschlaggebend für dieses Vorgehen dürfte ein Schreiben von Aldi Nord und Aldi Süd an ihre Lieferanten gewesen sein. Das Unternehmen Aldi hatte sich am 19. Dezember 2017 an die Molkereien mit dem Anliegen gewandt, den Einsatz von Glyphosat bei der Erzeugung von Futtermitteln möglichst zeitnah auszuschließen.

Vorreiter dieser Entwicklung im Milchsektor war die Molkerei Berchtesgadener Land (Verarbeitungsmenge von ca. 290 Mio. kg Milch pro Jahr; 1.800 Genossenschaftsmitglieder), die einen entsprechenden Beschluss zum Glyphosat-Verbot  bereits am 25. Oktober 2017 gefasst und öffentlich kommuniziert hatte.

Der WLV hält die Aktionen von Aldi und den entsprechenden Molkereien für sehr fragwürdig. Der WLV vertritt nach wie vor die Meinung, dass die Frage der Zulassung und der Verwendung von Glyphosat, wie bei allen Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, auf wissenschaftlicher Basis gefällt werden muss und nicht aus Gründen von fragwürdigen Marketingmaßnahmen. Zum anderen spielen Rückstände von Glyphosat beispielsweise in Milch definitiv keine Rolle.

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