Landesnaturschutzgesetz regelt Reiten in NRW neu

08. Dezember 2016

Das neue Landesnaturschutzgesetz NRW löst das bisherige Landschaftsgesetz ab und regelt u.a. das neue Reitrecht für das Land. Die Bestimmungen für das Reiten in Natur und Landschaft wurden im Gesetz mit einer Übergangsfrist versehen, so dass diese Reitregelungen ab dem 1. Januar 2018 das Reiten in Natur und Landschaft regeln.

Kurz zusammengefasst bedeutet dies für das Reiten, dass in der Feldflur wie bisher auf landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen das Reiten grundsätzlich zugelassen ist. Im Wald darf künftig grundsätzlich auf allen befestigten und naturfesten Waldwirtschaftswegen geritten werden. Damit entfällt die sogenannte Freistellungsregelung auf Kreisebene.

Für die Kreise und kreisfreien Städte gibt es die Möglichkeit in Gebieten mit „regelmäßig geringem Reitaufkommen“ alle Wege in die Gestattung mit einzubeziehen. Dies betrifft insofern in der Regel den ländlichen Raum. Demgegenüber gibt es jedoch auch die Möglichkeit, in stark frequentierten Wäldern eine besondere Beschränkung spezieller Wege für das Reiten im Wald vorzunehmen.

In besonderen abgegrenzten Bereichen, in welchen eine Gefahr erheblicher Beeinträchtigungen oder Schäden besteht, kann die Untere Naturschutzbehörde eine Sperrung von Wegen genehmigen. Das ursprünglich angedachte Verbot, Hunde beim Reiten mitzuführen, wurde gestrichen. Die Notwendigkeit der Kennzeichnung der Pferde und die Zahlung der zweckgebundenen Reitabgabe bleiben bestehen. Für das Führen von Pferden in der freien Landschaft und im Wald gelten die Vorschriften über das Reiten. Das Führen von Pferden im Wald ist darüber hinaus auf allen Wegen gestattet.

Für das Kutschfahren konnte keine Verbesserung erzielt werden. Es gilt für Gespanne, dass sie im Wald die Zustimmung eines jeden Grundeigentümers benötigen, um dort zu Fahren.

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