Bauern und Fachleute diskutieren Grenzen für Wolfsbestände

06. Oktober 2017

Längst Überfällig nennen DBV und der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE e. V.) die Debatte um ein effektives Wolfsmanagement in Deutschland. Bei der Fachtagung „Kulturlandschaft und Wolf – Koexistenz braucht Bestandsregulierung“ im Berliner Haus der Land- und Ernährungswirtschaft betonten DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken und VJE-Vorsitzender Clemens Freiherr von Oer, eine Nebeneinander von Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Wolfsbestände reguliert werden. Nicht nur die Weidetierhalter, sondern immer mehr Menschen im ländlichen Raum akzeptierten nicht länger, dass der Naturschutz ihnen allein die Folgen der Ausbreitung des Wolfes auflaste.

Im Rahmen der Fachtagung erläuterten Professor Michael Brenner (Uni Jena/Ju¬ra) und Professor Hans-Dieter Pfannenstiel (FU Berlin/Zoologie) den Rechtsrahmen beim Umgang mit dem Wolf sowie dessen aktuelle Verbreitung. Sie sagen: Der Wolf kann bereits auf Grundlage des bestehenden europäischen Rechts in Deutschland in das Jagdrecht aufgenommen und über das bewährte Reviersystem reguliert werden. Beispiele für gelungene Regulierungsregime bieten etwa Schweden und Finnland, wo Weidetierhaltung und Wolfsschutz durch den Einsatz der Jagd und der Jäger konfliktarm nebeneinander bestehen.

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