Salmonellen in Futtermitteln

10. Januar 2018

Kurz vor Weihnachten wurden Salmonellenkontaminationen in Futtermitteln öffentlich. Die Ölmühle ADM Spyck GmbH in Straubing hat GVO-freies Sojaextraktionsschrot an ca. 1500 Betriebe in Bayern sowie auch in 12 weitere Bundesländer geliefert, das voraussichtlich mit Salmonellen belastet war.
Im zweiten Fall, der Kieler Ölmühle, wurde im Rapsextraktionsschrot der Stamm Salmonella agona nachgewiesen. Betriebe, die pelletiertes Futter erhielten, wurden aufgrund des geringeren Infektionsrisikos (thermische Behandlung 100 Grad) nicht gesperrt. Für mehlförmiges Mischfutter laufen die Analysen.
Betroffene Landwirte müssen in ihrer Eigenverantwortung die Schlachtbetriebe, in denen ihre Tiere geschlachtet werden, informieren. Lager- und Fütterungseinrichtungen müssen mit geeigneten Mitteln gereinigt und desinfiziert werden.
Betroffenen Betrieben ist geraten, Rückstellproben zu bilden sowie auf eine vollständige Dokumentation aller relevanten Vorgänge zu achten. Zur späteren Geltendmachung von Ansprüchen sollten Futtermittelmengen, Preise, eventuell bereits getätigte Verfütterungen, Deckungskäufe (Ersatzfuttermittel) usw. vorliegen.
Zudem sichern amtliche Proben des belasteten Futtermittels Schadenersatzansprüche ab, sollte sich der Salmonellenstatus des Tierbestandes verschlechtert haben und auf die Verfütterung des mit Salmonellen belasteten Futtermittels zurückzuführen sein.

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