A-Nord-Vorzugstrasse verläuft westlich durch den Kreis

11. Januar 2018

Amprion hat Stromleitungsplanungen konkretisiert

A-Nord-Vorzugstrasse

Heute hat der Übertragungsnetzbetreiber Amprion die Vorzugstrasse für die geplante A-Nord-Höchstspannungsleitung vorgestellt. Die von Emden in Niedersachsen bis nach Osterath im Rheinland reichende Leitung verläuft dabei dem Wunsch Amprions nach weiterhin voll durch den Kreis Borken
Im Kreis zuvorderst betroffen bleiben damit die Kommunen Gronau, Heek, Ahaus, Vreden, Stadtlohn, Südlohn, Borken, Rhede und Bocholt. Nicht mehr in der Vorzugsplanung stehen die bisher als Option von Amprion gedachten Verläufe durch die Kommunen Legden und Heiden. Nur noch in der Alternativtrassen-Variante sind Raesfeld sowie mit kürzeren Stücken auch Gescher und Velen in der Planung verblieben.

Das letzte Wort darüber, ob das Kabel tatsächlich bei der avisierten Fertigstellung in 2025 genau in dem jetzt vorgeschlagenen Korridor verlegt werden wird, ist damit noch nicht gesprochen. Die Bundesnetzagentur entscheidet am Ende, wo genau die vornehmlich als Erdkabel geplante Leitung verlaufen wird. Baubeginn soll 2022 oder 2023 sein.

Amprion wird seine Trassenvorschlagsfindung im März mit einem an die Bundesnetzagentur gerichteten Antrag auf Bundesfachplanung abschließen. Darin wird das Dortmunder Unternehmen seinen favorisierten Korridor, der eine Breitenausdehnung von ca. 500 bis 1.000 Metern hat, festhalten. Die Bundesnetzagentur wird 9 Monate später denjenigen Korridor bestimmen, in dem Amprion sodann verpflichtet wird, einen Planfeststellungsantrag für die konkrete Leitung zu stellen.

Innerhalb des Verfahrensabschnitts der Bundesfachplanung wird Betroffenen Gelegenheit gegeben, sich zu den Planungen zu äußern. Aber erst im Verfahrensschritt der Planfeststellung wird der genaue und grundstücksscharfe Verlauf des Trassenkorridors sichtbar. Erst dann können tatsächlich betroffene Eigentümer und Bewirtschafter ihre konkreten Belange zu der Planung der Leitung formal einbringen.

Schon vorab dieser Beteiligungsmöglichkeiten bietet der Kreisverband Borken seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich eingehender zu informieren und weiterhin eine „Frühzeitige Stellungnahme“ gegenüber Amprion und der Bundesnetzagentur abzugeben. Hierzu hat der Kreisverband auf seiner Internetseite Entwürfe für Stellungnahme-Anschreiben hinterlegt zum einen an Amprion und zum anderen an die Bundesnetzagentur.

Amprion informiert weiter über Vorzugskorridor

Über die Beweggründe für die Vorzugskorridor-Wahl sowie den weiteren Verfahrensverlauf werden die Träger öffentlicher Belange (zu denen in diesem Fall auch der WLV gehört) in einer nicht-öffentlichen Veranstaltung am kommenden Donnerstag (18. Januar) in Ahaus im Hotel "Hof zum Ahaus" informiert. Am Rande der Veranstaltung wird der WLV ab 11.30 Uhr seine ablehnende Haltung vor dem Hotel öffentlich zum Ausdruck bringen und damit seinen Vorstandsbeschluss vom 28. September 2017 nochmals unterstreichen.

Zu öffentlichen Informationsveranstaltungen lädt Amprion in der übernächsten Woche ein.

Zwei Bürgerinformationsmärkte finden dabei im Kreis Borken statt:

  • 23.01.2018, 18.00-20.00, in der Jakobihalle in Oeding (Pfarrer-Becker-Straße 11)
  • 24.01.2018, 12.00-14.00 im Gasthof Driland in Gronau (Gildehauser Straße 350)
 Karte zum neuen Vorzugskorridor für A-Nord (Quelle: Amprion) ( Dateigröße: 19804 KB)

A-Nord-Vorzugstrasse

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