Landwirte im Hochsauerland fordern Stopp des Wisentprojektes

22. Dezember 2017

Kreisverbandsvorsitzender Josef Schreiber (vorn Mitte) informierte mit Beteiligten des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes die Medien ausführlich zur Wisentproblematik im Hochsauerland

Die nicht überwachte Tierseuchenhygiene bei den wild lebenden Wisenten in Südwestfalen ist die größte Sorge bei den Landwirten. Sie haben Angst vor Übertragung von Krankheiten auf ihr Nutzvieh. Besonders, seit die 15köpfige Herde im Grenzgebiet zwischen Kreis Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland  begonnen hat, im  Schmallenberger Ortsteil Almert in einer Feldmiete gelagerte Silage zu fressen.
Um diese Problematik deutlich zu machen, hat der Landwirtschaftliche Kreisverband Hochsauerland kurz vor Weihnachten zu einem Medientermin an Ort und Stelle eingeladen. Kreisverbandsvorsitzender Josef Schreiber formulierte deutlich: „Der Landwirtschaftliche Kreisverband Hochsauerland hat den Eindruck, dass bisher die Ansiedlung der Tiere eher von einem Wunschdenken begleitet war und eine ehrliche Diskussion über die Konsequenzen nur in Teilen erfolgt ist und fordert daher: Eine umfassende Schadensbegleichung für die betroffenen Landwirte und den Stopp des Wisentprojekts.“
Inzwischen hatte auch der Trägerverein Wisente unerwartet Begleiterscheinungen der Wisentwanderungen bemerkt: Besucher halten in Scharen auf der Landstraße um die Wildtiere zu beobachten. Daher hängten sie Warnschilder auf, in denen darauf hingewiesen wird, dass zumindest ein Abstand von 50 Metern von der Herde zu halten sei.


Im Anhang finden Sie die umfangreichen Medienberichte zum Pressetermin

Bericht Siegener Zeitung

Bericht Westfalenpost

 

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