Hoch „Dino“ bringt die Bauern auf die Wiesen und Äcker

05. Februar 2018

Die Feldarbeiten beginnen

Ennepe-Ruhr-Kreis/Hagen (wlv). Mit dem Wetterumschwung in dieser Woche beginnen im Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen die ersten Feldarbeiten. „Endlich bleibt es trocken“, freut sich der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Dirk Kalthaus. Den Anfang mache die Düngung der Pflanzen mit organischen Düngern wie Gülle und Mist. „Das geht natürlich nicht ganz ohne Gerüche einher“, sagt der Landwirt und bittet um Verständnis.

„Einerseits soll es nun erst einmal trocken bleiben und andererseits werden die Temperaturen nachts unter dem Gefrierpunkt und tagsüber darüber liegen, damit haben wir gute Bedingungen für die Gülleausbringung“, sagt der Landwirt und erklärt: „Der nächtliche Frost lässt die Böden gefrieren, so dass sie tragfähig und damit befahrbar sind. So kann in den frühen Morgenstunden die Gülle ausgebracht werden. Tagsüber taut der Boden dann wieder auf und die Gülle kann in den Boden bis zur Pflanzenwurzel eindringen.“

Das Frühjahr 2018 sei das erste Frühjahr unter der neuen Düngeverordnung, sagt Kalthaus. Die neue Verordnung bringe neben vielen zusätzlichen Dokumentations-pflichten auch ein verändertes Nährstoffmanagement mit neuen Sperrfristen mit sich. „Die organische Düngung wird vom Herbst stärker in das Frühjahr verlagert“, sagte er. Dieses führe möglicherweise dazu, dass die Gülledüngung zum aktuellen Zeitpunkt stärker wahrgenommen werde, weil sie nun zeitlich komprimierter erfolge. Aber das, was nun mehr ausgebracht werde, sei im Herbst nicht auf die Felder gekommen, so Kalthaus.


 „Gülle und Mist sind wertvolle Dünger. Darin sind die Nährstoffe enthalten, die die Pflanzen zum Wachstum brauchen. Das sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Schwefel sowie verschiedene Spurenelemente“, erklärt Kalthaus und führt weiter aus: „Ohne Düngung gedeihen die Pflanzen nicht und die Fruchtbarkeit des Bodens nimmt immer mehr ab weil Mineralstoffe entzogen und nicht zugeführt werden.“ Besonders zu Beginn der Vegetation im Frühjahr sei der Bedarf der Pflanzen hoch, da  sie dann für das Wachstum und zur Bildung von Blättern, Stängeln und Früchten reichlich Nährstoffe benötigen würden.

Presse-Kontakt

Mit Schleppschläuchen versuchen die Landwirte die Geruchsemissionen zu verringern.

Dirk Kalthaus, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreiverbandes Ennepe-Ruhr/Hagen freut sich über den Wetterumschwung

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