Wahlen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld:

Vorsitzender Hermann Dedert bestätigt

Stellvertreter: Friederike Detering wiedergewählt,

Bernd Upmeier zu Belzen neu gewählt

02. März 2018

Der neue geschäftsführende Vorstand des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld (Foto von links nach rechts): Jochen Höner, Hermann Dedert, Friederike Detering, Bernd Upmeier zu Belzen und Michael Kleimann

Herford-Bielefeld /WLV (Re): Hermann Dedert (51) aus Hiddenhausen-Eilshausen ist alter und neuer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld. Im Rahmen der Kreisverbandsausschuss-Sitzung am Donnerstag (1. März) schenkten ihm seine Berufskollegen erneut das Vertrauen. Die Stellvertreter: Wiedergewählt als Stellvertreterin wurde Friederike Detering (33) aus Vlotho-Exter. Neu gewählt als Stellvertreter wurde Bernd Upmeier zu Belzen (55) aus Bielefeld-Jöllenbeck. Er löst Heinrich Quakernack aus Bielefeld-Brackwede (64) ab, der aus Altersgründen nicht mehr antrat.

Zum Hintergrund: Alle drei Jahre, so auch in diesem Winter, wählen die Landwirte ihre ehrenamtlichen Vertreter im Landwirtschaftsverband. Nach den in den letzten Wochen erfolgten Ortsverbandswahlen erfolgte nun auch die Wahl auf Kreisebene.

Der neue Stellvertreter Bernd Upmeier zu Belzen ist kein Unbekannter. Er ist durch langjährige Tätigkeiten beispielsweise als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Jöllenbeck – jetzt Ortsverband Bielefeld-Nord und als Kreisverbandsausschuss-Mitglied mit der berufsständischen Arbeit vertraut. Der Vorsitzende Dedert dankte an dem Abend Heinrich Quakernack: „Wir, der Landwirtschaftliche Kreisverband, danken dir für dein unermüdliches und großes Engagement in der berufsständischen Arbeit.“ Der Milchviehhalter aus Bielefeld-Brackwede sei seit mehr als 30 Jahren in der Verbandspolitik engagiert. Als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Bielefeld, als Vorstandsmitglied des Kreisverbandes, als Delegierter des Kreisverbandsausschusses, als Vorsitzender des Ortsverbandes Brackwede - jetzt Ortsverband Bielefeld-Süd, als Delegierter des WLV-Landesverbandsausschusses, als Mitglied im Umwelt- sowie im Öffentlichkeitsausschuss des Kreisverbandes und im WLV-Ausschuss Milchwirtschaft setzte er sich für die beruflichen Belange ein. Er wird auch noch bis auf weiteres Vorsitzender des Ortsverbandes Bielefeld-Süd bleiben.

Neu eingerichtet und gewählt wurde an dem Abend ein geschäftsführender Vorstand. Dieser umfasst neben dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusätzlich Jochen Höner (47) aus Enger und Michael Kleimann (44) aus Bielefeld-Jöllenbeck. „Wir haben uns entschlossen, diesen geschäftsführender Vorstand einzuführen, um die umfangreichen und vielfältigen Aufgaben der berufsständischen Interessenvertretung auf mehrere Personen zu verteilen“, erklärt der Vorsitzende Dedert. Beide, Jochen Höner und Michael Kleimann, sind seit mehreren Jahren mit der berufsständischen Arbeit des Kreisverbandes vertraut.

Neben dem Vorsitzenden und den beiden Stellvertretern gehören dem neu gewählten satzungsgemäßen Vorstand die Ortsverbandsvorsitzenden an: Karl-Heinz-Uthoff (Bünde), Jochen Höner (Enger/Spenge), Georg Mettenbrink (Herford/Hiddenhausen), Hans-Theo Bredemeier (Kirchlengern), Wilhelm Möhle (Rödinghausen), Achim Detering (Vlotho-Exter), Hendrik Halewat (Vlotho-Valdorf-Uffeln) und Heinrich Quakernack (Bielefeld-Süd).

Ferner gehören dem Vorstand Birgit Höke als Sprecherin der Kreislandfrauen Herford, Marie-Luise Brockmann als Sprecherin der Kreislandfrauen Bielefeld, Nikolas Neddermann als Sprecher der Junglandwirte, Matthias Lampenschärf als Sprecher der Landjugend, Wilhelm Brügggemeier als WLV-Vizepräsident, Michael Kleimannn als Vertreter der Nebenerwerbslandwirte und die beiden hauptamtlichen Geschäftsführer Dr. Herbert Quakernack und Stephan Sauer an. Der Vorstand vertritt die berufsständischen Interessen seiner rund 1.500 Mitglieder des vor drei Jahren fusionierten Kreisverbandes Herford-Bielefeld.

Als Delegierte in den Kreisverbandsausschuss neu gewählt wurden Ralf Wilmsmann (Bünde), Achim Dingerdissen (Spenge) und Jan-Wilhelm Wetehof (Herford-Schwarzenmoor).

Außerdem dankte der Landwirtschaftliche Kreisverband den ausgeschiedenen Ausschussmitgliedern für ihr Engagement und ihre berufsständische Arbeit: Falk Steinmann für seine zehnjährige Tätigkeit als Vorsitzender des Ortsverbandes Vlotho-Valdorf-Uffeln und Delegierter im Kreisverbandsausschuss, Christoph Meyer zu Hartum vom Ortsverband Herford-Hiddenhausen für seine zwölfjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsausschuss, Günter Niederhaus vom Ortsverband Enger/Spenge für seine sechsjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsausschuss, Petra Bentkämper als Vertreterin der Kreislandfrauen Bielefeld für ihre zwölfjährige Tätigkeit als Delegierte im Kreisverbandsausschuss und als Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Herford-Bielefeld sowie Andreas Wannowius als Vertreter der Landjugend für seine neunjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsausschuss.

„Wir müssen unser Tun immer wieder erklären“

Der Vorsitzende Dedert führt an dem Abend weiter aus: „Auch in Zukunft werden wir konsequent die berechtigten Interessen der Bauern vertreten.“ Große Aufgaben der Zukunft seien eine komplexer werdende Marktsituation, der Strukturwandel und die wachsenden Forderungen der Gesellschaft an eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. „Wir müssen unser Tun und unsere Leistungen immer wieder erklären“, so Dedert. „Die Menschen müssen verstehen, was wir Bauern tun.“ Er verdeutlicht hinsichtlich der Tierschutzdebatten, dass „wir uns Veränderungen nicht verschließen dürfen.“ Die Bauern müssten aktiv mitdiskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, nur so könne der Weg sein. Positiv sei beispielsweise das nach wie vor sehr große Interesse der Schweinehalter an der Initiative Tierwohl. Das gelte auch für die Diskussion um die Artenvielfalt und Biodiversität. Auch hier seien sich die Landwirte ihrer Verantwortung bewusst, fordern aber eine sachliche Diskussion ohne einseitige Schulzuweisungen.

Große Sorge bereitet dagegen dem Berufsstand die von Osten heranrückende Afrikanische Schweinepest. Da die Gefährdung in besonderer Weise von der hohen Wildschweinpopulation ausgehe, appelliert Dedert an die Verantwortung von Landwirten und Jägern. Weiter bewegen die Bauern derzeit die Stalleinbrüche einiger Tierrechtsorganisationen. „Einbrüche sind Straftaten und keine Heldentaten“, bekräftigt der Vorsitzende: „Wer sich ohne Erlaubnis Zutritt zu Ställen verschafft, handelt kriminell und gefährdet bewusst die Tiere.“

Der Kreisverbandsvorstand mit Hermann Dedert (2. von links), Friederike Detering (6. von links) und Bernd Upmeier zu Belzen (1. von links) bedanken sich bei Christoph Meyer zu Hartum (3. von links), Petra Bentkämper (4. von links) und Heinrich Quakernack (5. von links) für ihr Engagement für die berufsständische Vertretung.

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