Auf den Feldern kehrt langsam Ruhe ein
Wintergetreide mittlerweile gut entwickelt
Süße Zuckerrüben wie selten

29. November 2016

Das Wintergetreide, wie hier auf dem Foto die Wintergerste, wird im Herbst ausgesät und überwintert dann - wie der Name schon sagt.

Höxter /wlv (Re) Die Herbstarbeiten auf den Feldern im Kreis Höxter gehen dem Ende entgegen. Die Vegetation kommt zur Ruhe und der Ackerbau geht in die Winterpause. „Die meisten Arbeiten sind geschafft“, erklärt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Antonius Tillmann.

Das Getreide hat richtig aufgeholt

Das Wintergetreide ist mittlerweile gut entwickelt. „Probleme hat uns Landwirten allerdings die Trockenheit im September bereitet“, so der Vorsitzende. Bis Mitte Oktober sei es extrem trocken gewesen. Die Äcker konnten teilweise nicht mehr richtig bearbeitet werden. Mitunter sei das Pflügen deshalb zeitweise ausgesetzt worden. Wegen der Trockenheit sei daher auch der Feldaufgang der Saaten zunächst lückenhaft gewesen. „Der Regen war dringend notwendig“, berichtet Tillmann: „Das Getreide hat nun richtig aufgeholt.“

Der Raps, der im Herbst als Erstes – von August bis September - ausgesät wird, hat sich nach anfänglichen Startproblemen aufgrund der Trockenheit auf den meisten Flächen zufriedenstellend entwickelt.

So süße Rüben beschert wie selten

Die Zuckerrübenernte, die seit der zweiten Septemberhälfte läuft, ist nun bis auf einige Restflächen abgeschlossen. Die Abfuhr zur Zuckerfabrik erfolgt noch bis ungefähr Mitte Dezember. Die Witterungsbedingungen während der Ernte waren größtenteils gut, so dass die Rüben bodenschonend geerntet werden konnten. Die mengenmäßigen Erträge sind in diesem Jahr deutlich geringer als im vergangen Jahr, wenn auch regional etwas unterschiedlich. Mit den Zuckergehalten hingegen sind die Rübenanbauer sehr zufrieden. „Die intensive Altweibersonne hat so süße Rüben beschert wie selten“, erläutert Tillmann.

Die Maisernte, die aufgrund des trockenen Spätsommers in diesem Jahr sehr früh begonnen hat, ist abgeschlossen. Aufgrund der Trockenheit kam es weder zu Bodendruck noch zu Straßenverschmutzungen.

Kasten

Was unterscheidet Wintergetreide von Sommergetreide?

Wintergetreide wird im Herbst gesät und überwintert dann - wie der Name schon sagt. Der Frost im Winter macht ihm - sofern es nicht extrem kalt wird - nichts aus. Im Gegenteil: Winterweizen und –gerste benötigen sogar Minustemperaturen. Nur so können sie im nächsten Jahr Ähren ausbilden. Dagegen kommt Sommergetreide erst im Frühjahr - nach dem Frost - in den Boden und wird noch im gleichen Jahr geerntet.

Was sind die Vorteile der Wintergetreidearten?

Durch die Aussaat im Herbst ist ein höherer Ertrag zu erwarten, da die Pflanzen eine längere Wachstumszeit haben. Darüber hinaus bietet der grüne Teppich im Winter einen guten Erosionsschutz.

Mit den Zuckergehalten sind die Bauern sehr zufrieden. Das Foto zeigt ein Herz aus Würfelzucker: „Wir machen Landwirtschaft – mit richtig viel Herz!“ – ist auch der Leitspruch der neuen Kampagne des Berufsstandes.

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