Grüne Woche in Berlin: Münsteraner Landwirte werben für Zukunft der Landwirtschaft

18. Januar 2017

Susanne Schulze Bockeloh: „Bäuerliche Familienbetriebe stärken, Tierschutz verstärkt fördern“

Münster <WLV> Viele Landwirte machen sich in diesen Tagen auf den Weg zur Internationalen Grünen Woche (20. bis 29. Januar 2017) nach Berlin. Auch aus Münster werden Landwirte den Weg antreten, um vor Ort über die Zukunft der Landwirtschaft zu beraten. Im Fokus steht dabei einmal mehr die Stärkung bäuerlicher Familienbetriebe ebenso wie weitere Bestrebungen im Bereich des Tier- und Umweltschutzes.

Die Bauernhöfe in Münster sind bäuerliche Familienbetriebe, die es vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels und wachsenden Einflusses großer Konzerne zu stärken gilt. Das macht Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, vor Beginn der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin, deutlich: „Wir möchten familiengeführte Landwirtschaftsbetriebe erhalten und stärken. Sie sind die Voraussetzung für eine regionale Landwirtschaft, die vor Ort Garant für eine qualitativ hochwertige Lebensmittelproduktion ist“, verdeutlicht Susanne Schulze Bockeloh das Selbstverständnis der Münsteraner Landwirte. „Gleichzeitig sehen wir uns in der Verantwortung, uns schon heute, aber auch in Zukunft, noch verstärkt für den Tierschutz stark zu machen.“ Tierwohl und Tierschutz sind für die Landwirte in ihrem Berufsalltag oberste Prämisse. Diese Themen erwarten die Landwirte auch auf der grünen Woche und nehmen teil, um mit Berufskollegen, aber auch mit Politikern und Kritikern, im Dialog zu bleiben.

„Mit der vom Berufsstand angestoßenen Nachhaltigkeitsoffensive signalisieren wir auch Veränderungsbereitschaft. Dazu gehört die klare Haltung, ehrlich Probleme und Schwachstellen unserer Arbeit zu benennen und aktiv an einer Problemlösung zu arbeiten“, signalisiert Susanne Schulze Bockeloh ein Veränderungsbewusstsein im Berufsstand. Aus dieser Haltung heraus sehen sich die Landwirte in der Verantwortung, ihre Produktion im Rahmen der Offensive Nachhaltigkeit zu analysieren und, wo notwendig, auch anzupassen. In vier Handlungsfeldern – Soziales & Gesellschaft, Rinderhaltung, Schweine- und Geflügelhaltung sowie Pflanzenbau & Umwelt – sind erste Leitprojekte für Veränderungen in landwirtschaftlichen Produktionsprozessen beschrieben worden. Diese dienen als Grundlage für eine Debatte, die die Münsteraner Landwirte auch im Rahmen der Grünen Woche mit Berufskollegen führen möchten.

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