„Afrikanische Schweinepest muss mit allen Mitteln verhindert werden“

06. November 2017

Informationsveranstaltung für Landwirte in Everswinkel

Münster <WLV> Im Juni dieses Jahres wurde der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Tschechien beim internationalen Tierseuchenamt (OIE) gemeldet. Nach Auskunft der tschechischen Behörden handelt es sich um zwei in der Nähe der Stadt Zlin tot aufgefundene Wildschweine. Für deutsche Schweinehalter gilt seither noch ein verstärkter Seuchenschutz, um die Übertragung in deutsche Wildschwein- und Hausschweinbestände unbedingt zu verhindern.

Bereits ein ASP-Ausbruch bei Wildschweinen hätte für die Schweine haltenden Betriebe in dem dann abgegrenzten gefährdeten Bezirk dramatische Folgen. „Der Schutz unserer Schweine hat oberste Prämisse. Wir müssen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Übertragung in unsere Breitengrade zu verhindern“, machte Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, im Hinblick auf die Gefahren der Schweinepest deutlich. Erhebliche Restriktionen über mindestens zwölf Monate mit deutlichen Einschränkungen für den Transport von Ferkeln und schlachtreifen Schweinen würden eine Vermarktung nahezu unmöglich machen. Beim Pestausbruch bei Hausschweinen käme es zu Sperrungen der Betriebe und großflächigen Keulungen. Grundlegende Regeln der Hygiene sind daher strikt einzuhalten.

Vor diesem Hintergrund informieren die Landwirtschaftlichen Kreisverbände Münster und Warendorf am Donnerstag, 9. November 2017, ab 19 Uhr in der Festhalle Everswinkel (Alverskirchener Str. 14, 48351 Everswinkel) zum Thema Afrikanische Schweinepest. Alle interessierten Landwirte sind herzlich eingeladen. Zu Epidemiologie, Vorbeugung und Folgen der Schweinepest referiert Dr. Andreas Witte, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Warendorf. Dr. Bernhard Schlindwein, WLV-Referent für die Schweinehaltung, erläutert die Risiken der Schweinepest. Peter Markett (Projekt „Beratender Berufsjäger NRW“) wird zur erfolgreichen Begrenzung von Wildschweinbeständen sprechen, die unumgänglich sind, um eine Pestausbreitung dauerhaft zu verhindern.

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