Artenschutz mit NABU: Inseln auf Ackerflächen fördern Aufzuchterfolg des Kiebitz

14. Dezember 2017

Runder Tisch zur Förderung der Artenvielfalt ist in Münster fest etabliert

Münster <WLV> Bereits zum sechsten Mal haben die Münsteraner Landwirte zu einem Runden Tisch Artenschutz eingeladen. Vertreter der Landwirtschaft kamen in dieser Woche erneut mit Jägern und Imkern, Vertretern des Amtes für Grünflächen und Naturschutz der Stadt Münster, der NABU-Naturschutzstation, der Landwirtschaftskammer und der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft zusammen, um über weitere Maßnahmen zu sprechen, die dem Artenschutz dienen.

Für die heimischen Landwirte liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz der Artenvielfalt: „Durch verschiedene Maßnahmen unterstützen wir Landwirte den Artenschutz aktiv und arbeiten dabei mit allen für den Arten- und Habitatschutz relevanten Akteuren zusammen. Der Runde Tisch ist eine tolle Möglichkeit, um mit Fachleuten gemeinsame Projekte für Biodiversität umzusetzen“, freut sich Susanne Schulze Bockeloh über das etablierte Format. 

Neben Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren bei der Bestellung und Ernte der Felder wurde im Rahmen des Runden Tisches auch der aktuelle Stand beim Kiebitzschutz erörtert, den die Landwirte gemeinsam mit der Stadt Münster und der NABU-Naturschutzstation fördern. Der Kiebitzgelegeschutz erfolgt, indem vor Feldarbeiten Nester der Kiebitze markiert werden. Bewirtschafter können die Nester dann mit den Maschinen umfahren. Hier berichtete Kristian Lilje von der NABU-Naturschutzstation über ein gemeinsames Projekt mit den Münsteraner Landwirten: „Wir bewerben bei den landwirtschaftlichen Betrieben so genannte Feldvogelinseln. Wo Kiebitze brüten, fördert das Landwirtschaftsministerium diese Maßnahme. Landwirte bearbeiten einen kleinen Teil der Fläche nicht und werden dafür entschädigt. Die Insektenverfügbarkeit auf diesen Inseln führt zu einem ausreichenden Aufzuchterfolg der Kiebitze.“

Seitens der Stadt Münster informierte Dirk Dreier vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit über den Umfang von Streuobstwiesen und –weiden. Blühstreifen, Feldlerchenfenster, Insektenhotels und Vogelnistkästen sind weitere Maßnahmen, die Landwirte bereits seit einigen Jahren an und um ihre Hofstellen umsetzen.

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