Gute Ernte im Kreis Olpe

14. Oktober 2015

Pressegespräch auf dem Schweinmastbetrieb Josef Mertens in Helden

Josef Mertens, Josef Geuecke, Michael Richard und Georg Jung (von links) beim Erntegspräch in Helden.

„Angesichts der menschlichen Tragödien, die sich an Europas Grenzen derzeit abspielen, sollten wir in unserem begünstigten Mitteleuropa rundum zufrieden sein. Mit der diesjährigen Ernte sind wir es auch – aber die permanent heftiger werdende Abneigung gegenüber der Landwirtschaft schlägt unseren Bauernfamilien aufs Gemüt“ – Josef Geuecke, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe, gab bei der diesjährigen Erntedankpressekonferenz des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes auf dem Betrieb der Familie Josef Mertens in Helden die gedrückte Stimmung im Berufsstand wider. „Und zu allem Überfluss sind die Preise für Ferkel, Schweinefleisch und für Milch momentan total im Keller.“

„Die Ernte ist gut drin, und gut war sie auch“ – Auf einen einfachen Nenner bringt er die diesjährige Ausbeute seiner Berufskollegen beim Getreide.

 

Beim Grünland kann Michael Richard, stellvertretender Vorsitzender im Landwirtschaftlichen Kreisverband Olpe, für die Milchbauernhöfe Ähnliches sagen: Wer die kurzen Schönwetter-Perioden ausgenutzt hat, hat das Futter für die Kühe für das nächste Jahr gesichert. Dabei werden im Kreis Olpe inzwischen bis zu fünf Grasschnitte eingebracht, durch die moderneren Maschinen wird eine hohe Schlagkraft erreicht: „Wir haben unseren Grasschnitt jeweils in zwei Tagen in der Scheune“, so Richard.

 

Optimismus auch beim Mais: Der Mais, der in diesen Tagen geerntet wird, hat gute Qualitäten und auch eine hinreichende Menge.

 

„Auf die Böden kann man sich im Sauerland verlassen, die vertragen auch die Wetterkapriolen wie in diesem Jahr, eine heftige Mischung aus gewaltiger Nässe und ungewöhnlicher Trockenheit. Auch auf die Mithilfe der Familie und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter ist absoluter Verlass. Arbeit und Marktgeschehen kriegen wir immer noch gebacken – aber das, was noch oben drauf kommt, das geht aufs Gemüt.“

Die Landwirte beschreiben die Auswirkungen der in letzter Zeit häufigen negativen Berichte über Landwirtschaft in den meisten Medien auf die Bauernfamilien. „Wir möchten, dass die Menschen mit uns Bauern sprechen, und nicht einfach irgendwelche Schlagworte ungeprüft verbreiten.“

 

Josef Mertens, der in Helden einen Schweinemastbetrieb bewirtschaftet, ging auf die Schweinepreise ein. „Wir Schweinehalter sind große Preisschwankungen gewöhnt – aber derzeit haben wir ein lang anhaltendes Tief. Besonders die Preise für Ferkel sind im Moment nicht einmal kostendeckend.“

 

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