Winterruhe auf dem Acker

09. Dezember 2016

Bis auf die Winterfurche und die Ernte des Wintergemüses sind die Arbeiten geschafft

Ruhr-Lippe (wlv). Die Herbstarbeiten auf den Feldern in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne)  gehen dem Ende entgegen. Die Vegetation kommt zur Ruhe und der Ackerbau geht in die Winterpause. „Bis auf die Winterpflugfurche sind die meisten Arbeiten geschafft“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Hans-Heinrich Wortmann.

So sei die  Zuckerrübenernte, die seit der zweiten Septemberhälfte laufe, nun abgeschlossen. Die Abfuhr zur Zuckerfabrik erfolge noch bis ungefähr Mitte Dezember. „Die Witterungsbedingungen während der Ernte waren größtenteils gut, so dass die Rüben bodenschonend geerntet werden konnten“, sagt der Landwirtevorsitzende.  Die mengenmäßigen Erträge seien in diesem Jahr deutlich geringer als im vergangen Jahr, wenn auch regional etwas unterschiedlich. Mit den  Zuckergehalten hingegen seien die Bauern in der Region sehr zufrieden. „Die intensive Altweibersonne hat uns so süße Rüben beschert wie selten“, freut sich Wortmann.

Die Maisernte, die aufgrund des trockenen Spätsommers in diesem Jahr sehr früh begonnen habe, sei ebenfalls abgeschlossen.

Auch die Kartoffeln und Möhren sind in der Region Ruhr-Lippe aus dem Boden. Bei den Kartoffeln seien die Erntebedingungen zu Beginn sehr schwierig gewesen. „Die Böden waren im September extrem trocken und daher war das Roden sehr problematisch. Nach dem Regen im Oktober funktionierte die Ernte dann gut“, sagt Wortmann. Die Erträge fielen in diesem Jahr bei den Kartoffeln jedoch geringer aus.

Auf den Feldern der Region ständen noch die Wintergemüsearten, wie beispielsweise der Grünkohl, der über den ganzen Winter hinweg geerntet werde und frische Vitamine aus der Region liefere.

Parallel zur Ernte der herbstlichen Früchte waren die Bauern in den letzten Wochen damit beschäftigt, die neue Saat in den Boden zu bringen. Auch diese Arbeiten seien abgeschlossen. Landwirte, die mit dem Pflug ihre Runden ziehen, sieht man jedoch noch. „Wir nennen das die Winterfurche“, sagt Landwirtevorsitzender Wortmann. Für die Früchte, die erst Frühjahr in den Boden kämen, wie beispielsweise Kartoffeln, würden viele Landwirte besonders die schwereren Böden im Herbst und Winter pflügen, damit der Frost die Schollen lockern könne und es so zu einer guten Bodengare komme.

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Grünkohl wird den ganzen Winter über geerntet

Die Spätsommersonne bescherte so süße Rüben wie selten

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