Glyphosat-Zulassung für fünf Jahre

28. November 2017

Kreisverbandsvorsitzender Lehmenkühler zur Entscheidung des EU-Berufungsausschusses

Kreis Soest (wlv). Die EU-Kommission hat Glyphosat nach langem Streit am Montag dieser Woche für weitere fünf Jahre zugelassen. „Das ist ein Schritt, den die fachlich-wissenschaftliche Risikobewertung vorgezeichnet hat“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) habe sich lange mit diesem Thema beschäftigt und in Folge die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Wirkstoffes bestätigt. Das vor 15 Jahren von der grünen Agrarministerin Renate Künast gegründete Institut sei die anerkannte Stimme der Wissenschaft.

„Die Glyphosatdebatte  war in den letzten Jahren allerdings eher eine politische Frage als eine wissenschaftliche“, sagt Lehmenkühler. Die Firma Monsanto sei das primäre Ziel der Diskussion gewesen. Die Begrenzung der Zulassung auf fünf Jahre sei nun eine Minimallösung.

Lehmenkühler macht deutlich, dass die heimischen Landwirte den Wirkstoff Glyphosat, wie alle Pflanzenschutzmittel, verantwortungsvoll und mit nachgewiesener Sachkunde möglichst sparsam einsetzen. Besonders im Bereich des Erosionsschutzes und der pfluglosen Anbauverfahren, könne aktuell jedoch nicht gänzlich auf den Einsatz verzichtet werden.  Glyphosat  werde zudem nicht – wie beispielweise in den USA – auf Ackerfrüchten ausgebracht, sondern nur auf abgeernteten Flächen.

Die nächsten fünf Jahr müssten nun dazu genutzt werden, die möglicherweise noch offenen Fragen wissenschaftlich zu klären, sagt Lehmenkühler und ergänzt: „Ich hoffe nur, dass das Thema nicht ein allein politisches wird.“ Aktuell werde ein fachliches Thema für Koalitionsverhandlungen missbraucht.

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