"Jede Branche kennt ihre Schwachstellen selbst am besten"

17. Februar 2017

WLV-Kreisverband Steinfurt diskutiert mit Anja Karliczek (CDU/MdB)

Um sich aus erster Hand über die Lage der Landwirtschaft im Kreis Steinfurt zu informieren, besuchte jetzt Anja Karliczek (CDU/MdB) das Grüne Zentrum in Saerbeck. Mit dem WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Johann Prümers, seinen Stellvertretern Albert Rohlmann und Carsten Spieker sowie Kreisgeschäftsführer Franz-Georg Koers diskutierte sie die aktuellen Herausforderungen, die sich den Bauernfamilien stellen.

„Unsere Landwirte haben zwei schwierige Wirtschaftsjahre hinter sich. Gleichzeitig müssen sie gewaltige Veränderungen in der Tierhaltung, insbesondere im Sauenbereich umsetzen“, kennzeichnete Prümers die Situation in der Landwirtschaft. Auch die Milchbauern seien nach guten Wirtschaftsjahren 2016 „in ein ganz tiefes Loch gefallen“, so der Kreisverbandsvorsitzende. Hinzu kämen die zunehmenden Angriffe aus Teilen der Gesellschaft und der Politik gegen die moderne Landwirtschaft. Mit der Offensive Nachhaltigkeit schlage der WLV nun einen neuen Weg ein, den Dialog mit den Politikern und Verbrauchern zu intensivieren. „Wir haben erkannt, dass wir in verschiedenen Bereichen Baustellen haben, aber wir haben auch selbst die Lösung dafür“, umschrieb Prümers den Kern der Offensive Nachhaltigkeit. In verschiedenen Handlungsfeldern seien Leitprojekte formuliert, die deutlich den Weg der Veränderung in der Landwirtschaft beschreiben. „So werden wir in den öffentlichen Diskussionen als Dialogpartner ernst genommen“, zeigte sich Prümers überzeugt.

„Die Sorgen der Landwirte kann ich aus eigener Erfahrung gut verstehen“, sagte Anja Karliczek. „Jede Branche weiß selbst am besten, wo ihre Schwachpunkte liegen, wird aber durch praxisferne Regelungen und überzogene moralische Ansprüche in die Ecke gedrängt.“ Mit einigen Regelungen sei es kleinen und mittleren Unternehmen nicht mehr möglich, auskömmlich zu wirtschaften.

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