SPD würdigt Ringelschwanzprojekt als "richtigen Schritt in die richtige Richtung"

10. März 2017

Der Flächenverbrauch ist zu hoch, der ländliche Raum braucht Entwicklung mit Augenmaß, die Tierhaltung bleibt im Fokus und der Landwirt muss von seiner Arbeit leben können. In den Eckpunkten zeigten sich Landwirtschaftsvertreter und die beiden SPD-Politikerinnen Annette Watermann-Krass und Andrea Kleene-Erke bei ihrem Jahresgespräch im Grünen Zentrum einig.

SPD und Landwirte einig:
Flächenfraß zu hoch, Preise zu niedrig

Mit Blick auf den Tierschutz sei das sogenannte „Ringelschwanzprojekt“ von WLV und Minister Remmel „ein guter Schritt in die richtige Richtung“, so Annette Watermann-Krass. „Wir nehmen die Stimmung in der Bevölkerung ernst und wissen um unsere Verantwortung“, so Verbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Deshalb beteiligen sich die westfälisch-lippischen Bauern an diesem Projekt, bei dem das bisher ungeklärte Schwanzbeizen der Schweine näher untersucht wird.
Einig sind sich SPD und Landwirte auch darin, die Attraktivität des ländlichen Raumes zu erhalten und bei möglichen Umnutzungen mit Augenmaß vorzugehen. Dazu gehöre eine gute Infrastruktur sowie das Ertüchtigen vorhandener Straßen, um den Flächenfraß einzudämmen. Die SPD-Landtagsabgeordnete forderte eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit und verwies auf das SPD-Netzwerk Agrar- und Ernährungswirtschaft, bei dem sie auf der Bundesebene mitarbeitet. „Wir müssen im Kreis Warendorf mehr für die Regionalvermarktung tun. Andere Münsterlandkreise sind da besser“. Dazu machte der Kreisverbandsvorsitzende die Position des Berufsstandes deutlich: „Der Verbraucher kann bekommen, was er möchte. Aber das hat seinen Preis.“ Annette Watermann-Krass räumte ein, dass die Landwirte einen höheren Preis für ihre Produkte bekommen können, wenn sie sich mit ihrer Qualität von der Masse absetzen und dieses für die Endkunden beim Kauf auch transparent wird. Um den Flächenverbrauch zu reduzieren, müsse nach Meinung der Landwirte die Entsiegelung im Vordergrund stehen. Auch seitens der SPD wurde die Notwendigkeit betont, „innerstädtische Maßnahmen möglichst innerstädtisch auszugleichen – und nicht im Außenbereich“.


Foto:Zum Gespräch mit den Landwirten kamen die beiden SPD-Politikerinnen Andrea Kleene-Erke und Annette Watermann-Krass (re.) ins Grüne Zentrum und sprächen mit  Paul Verenkotte (stellv. Kreisverbandsvorsitzender), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Vorsitzender) und Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer).

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