Reform des Düngerechts stellt Landwirtschaft vor große Herausforderungen

14. Juni 2017

WLV-Präsident Röring: „Wahlkampfgetöse des Umweltbundesamts wenig hilfreich!“

Münster <wlv> Mit der Verständigung der Bundesregierung auf letzte Details der Neufassung des Düngerechts steht die Landwirtschaft in Westfalen-Lippe vor großen Herausforderungen. Dieses Fazit zog heute der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) nach einer ersten Bewertung der „Stoffstrombilanz-Verordnung“, auf die sich die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD am Wochenende verständigt hatten. Zugleich kritisiert der Verband jüngste Prognosen des Umweltbundesamts zur Entwicklung der Trinkwasserpreise.

„Die gute Nachricht ist, dass die Landwirte nach den Auseinandersetzungen der letzten Wochen und Monate neben viel Arbeit endlich auch Rechtssicherheit in Fragen der Düngung haben. Leider mussten wir aber in den letzten Tagen auch wieder reichlich Wahlkampfgetöse und Panikmache erleben. Das für seinen Hang zum Alarmismus bekannte Umweltbundesamt hat mit seinen jüngsten Projektionen zur Entwicklung der Trinkwasserpreise viele billige Schlagzeilen produziert, aber erneut wenig bis nichts zur Lösung von Problemen beigetragen“, so WLV-Präsident Johannes Röring heute in Münster.

Am Wochenende hatten sich die Verhandlungsführer der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD in Berlin auf einen Kompromiss zur Neufassung der sogenannten „Stoffstrombilanz“ verständigt. Nach der erwarteten endgültigen Zustimmung durch Bundestag und Bundesrat soll die Verordnung noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten. Nachdem zum 1. Juni bereits die Novellen des Düngegesetzes, der Düngeverordnung und der sogenannten „JGS-Anlagenverordnung“ in Kraft getreten waren, ist die gesamte landwirtschaftliche Düngepraxis ab dem 1. Januar 2018 deutlich verschärften Regelungen unterworfen.

„Auch wenn einige Umweltverbände das Gegenteil behaupten, ist offensichtlich: Das neue Regelwerk ist für die Landwirtschaft fachlich wie organisatorisch mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Es belegt das Interesse der Bauern an flächendeckend sauberem Grundwasser“, so Röring.

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