WLV-Präsident Röring: „Für uns Landwirte liegt Augenmerk auf der Artenvielfalt“

15. Februar 2018

Röring: Bauern in Westfalen-Lippe machen sich für Artenschutz stark und fordern Stärkung des Bündnisses für Biodiversität

Münster <wlv> Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten sowie diverse Vogelarten spielen für den Erhalt der Artenvielfalt von Wildpflanzen, aber auch bei der Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps, eine wichtige Rolle. Alleine 84 Prozent unserer heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, so dass ohne sie unsere heutige Kulturlandschaft undenkbar wäre. Gerade für die Landwirtschaft haben Insekten deshalb eine enorme Bedeutung.

„Wir Landwirte arbeiten seit Generationen mit und in der Natur. Für die heimischen Landwirte liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz der Artenvielfalt: Durch Blühstreifen, Streuobstwiesen, Feldlerchenfenster, Insektenhotels und Vogelnistkästen unterstützen wir den Artenschutz aktiv. Das geht nur gemeinsam mit all jenen, die sich für Biodiversität stark machen“, macht Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, mit Blick auf eine gemeinsame Veranstaltung des NABU mit dem Institut für Landschaftsökologie (ILÖK) am kommenden Samstag zum „Rückgang der Insekten“ in Münster deutlich. 

„Bereits vor fast vier Jahren ist auf unseren Wunsch hin gemeinsam mit dem damaligen NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel eine Rahmenvereinbarung zur Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften geschlossen worden“, so Röring weiter. Seither treffen sich, durch den landwirtschaftlichen Berufsstand initiiert, in Städten und Kreisen im Rahmen so genannter Runder Tische alle für den Arten- und Habitatschutz relevanten Akteure; gemeinsam erörtern sie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Erste Erfolge seitens der Landwirtschaft konnten dazu bereits verzeichnet werden: So vermeldete etwa die NABU-Naturschutzstation Münster im vergangenen Jahr eine verbesserte Aufzucht beim Kiebitz durch Feldvogelinseln auf Äckern und im Kreis Coesfeld hatten Landwirte zuletzt auf einer Länge von 150 km ihre Äcker mit Blühstreifen gesäumt.

Die Landwirte in Westfalen-Lippe hatten bereits im vergangenen Jahr ihre Offensive Nachhaltigkeit mit mehr als 40 Leitprojekten verabschiedet. Durch die darin formulierten Maßnahmen sollen beispielsweise Brach- und Blühflächen sowie die Vielfältigkeit der Fruchtfolgen weiter ausgebaut werden sollen, um Insekten weitere Nahrungs- und Rückzugsräume zu bieten.

 

Mehr Infos zu den einzelnen Leitprojekten finden Sie hier:
http://www.offensive-nachhaltigkeit.de/pflanzenbau-umwelt/

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