11. Mai 2022

Die Kompromisse für eine Position des Umweltausschusses zur RED II-Überarbeitung enthalten neben einer Anhebung des Erneuerbaren Energien-Ziels von 32 auf 45 % in 2030 deutliche Verschärfungen und Einschränkungen für die Bioenergie:

Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sollen bei der Hälfte des Einsatzes von 2020 gedeckelt werden, bis 2023 soll ein Phase-Out von Biodiesel aus Soja erfolgen, Einführung einer Treibhausgasminderungspflicht von 70 % für Strom aus Biomasse für Bestandsanlagen sowie 85 % für Anlagen, die ab 2026 in Betrieb gehen, Einführung einer Definition von „Primary" sowie „secondary woody biomass" und Förderung sowie Anrechnung auf die Erneuerbaren Ziele lediglich von „Secondary woody biomass", Absenkung der Größengrenze für die Nachhaltigkeitszertifizierung fester Biomasse auf 7,5 MW Feuerungswärmeleistung und eine Einschränkung der forstlichen Biomasse auf ein mit der LULUCF-Verordnung konsistentes Ziel (s.u.). Positiv ist, dass die Verankerung des Kaskadenprinzips für forstliche Biomasse abgeschwächt wurde und für die Definition von hochbiodiversen Wäldern eine Ausweisung durch die Behörden nötig ist. Der Fachverband Holzenergie (FVH/BBE) hat gemeinsam mit der AGDW—Die Waldeigentümer und dem Österreichischem Biomasseverband ein digitales Fachgespräch für die Brüsseler Zielgruppe zu den Vorschlägen im Forstbereich veranstaltet und wird weiterhin versuchen, Einschränkungen der Bioenergienutzung in der RED III abzuwenden.

 

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