Geflügelpest-Erreger H5N8 bei einem Wildvogel nachgewiesen

21. Januar 2020

Im Landkreis Spree-Neiße ist nach Auskunft der Kreisbehörde bei einem verendeten Wildvogel (Blessgans) in der Nähe von Forst (Lausitz) der Geflügelpest-Erreger H5N8 nachgewiesen worden. Der Subtyp H5N8 breitet sich seit Jahresbeginn sehr schnell in Osteuropa (Polen, Slowakei, Rumänien und Tschechien) aus. Der Fund in Spree-Neiße ist aktuell der erste von einem im Labor nachgewiesene und amtlich bekannte Fall in Deutschland. Derzeit wird noch von einem Einzelfall ausgegangen. Das Risiko eines Eintrages des Geflügelpestvirus in die Hausgeflügelbestände durch direkte Kontakte mit Wildvögeln wird durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) derzeit als gering eingestuft.
Auf Grund der aktuellen Risikoeinschätzung des FLI besteht kein Grund für die Anordnung weitergehender Schutzmaßnahmen für die Hausgeflügelhaltungen, so der Landkreis Spree-Neiße. Zur Verhinderung der indirekten Einschleppung des hoch ansteckenden Erregers über kontaminierte Gegenstände sind jedoch alle Geflügelhalter in Spree-Neiße aufgefordert, die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zu überprüfen und zu verstärken.
Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher weltweit nicht bekannt. Eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, aber nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung unwahrscheinlich.

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