Branchengespräch zur Zukunft der Fleischbranche

06. Juli 2020

Am 26. Juni 2020 trafen BM Klöckner, Ministerinnen Heinen-Esser, NRW, und Barbara Otte-Kinast, NDS, Vertreter der Tierhalter, Schlachtereien, Ernährungswirtschaft, Lebensmittelhandel, Verbraucher, Kartellamt, Tierschützer und Veterinäre zu einem Branchengespräch zur Zukunft der Fleischbranche. Im Ergebnis soll auf allen Stufen der Kette eine offene, ehrliche und selbstkritische Analyse von Fehlentwicklungen erfolgen. Es bedürfe es eines neuen Kodex der Fleischbranche, in dem alle Beteiligten die Fleischqualität gemeinsam neu definieren und Umwelt-, Tierschutz- und Sozialstandards dabei größer geschrieben werden. Zur Erhöhung der Transparenz wird in Einklang mit den europarechtlichen Vorgaben ein staatliches Tierwohlkennzeichen zur Information und Orientierung der Verbraucher weiterverfolgt. Unter deutscher Ratspräsidentschaft soll die Diskussion und Beratung eines EU-weiten Tierwohlkennzeichens vorangetrieben werden. Das BMEL befürwortet eine europarechtlich tragfähige Tierwohlabgabe zur Umsetzung höherer Tierwohlstandards. Schließlich soll ein Verbot der Werbung mit niedrigen Lebensmittelpreisen und eine Verschärfung des Verbots des Verkaufs unter Einstandspreis im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen geprüft werden. Zu diesen Eckpunkten für eine nachhaltige Zukunft der Nutztierhaltung wurden auch Lösungen besprochen, um eine Fleischkrise durch einen längeren Lockdown in Schlachtbetrieben abzuwenden und zu überbrücken.

 

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