Bundeseinheitlicher Notfallplan erforderlich – für den Tierschutz und zur Ernährungssicherung

03. August 2020

(ZDG) Vor dem Hintergrund möglicher Schließungen von Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben bei auftretenden Covid-19-Infektionen unter Mitarbeitern hat die deutsche Geflügelwirtschaft in einer Pressemitteilung gegenüber Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen, zeitnah eine Projektgruppe zur Erarbeitung eines bundeseinheitlichen Notfallplans ins Leben zu rufen. ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke dazu: "Wir brauchen für die Zukunft einen bundesweit einheitlichen Notfallplan bei Covid-19-Infektionen unter Mitarbeitern von Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben, mit verbindlichen Grundregeln und abrufbaren Informationen, der im Bedarfsfall als Entscheidungshilfe durch die verantwortlichen Behörden vor Ort herangezogen werden kann!" Die Entscheidung, Schlachthöfe bei vermehrt auftretenden Covid-19-Infektionen unter den Mitarbeitern temporär zu schließen, ist derzeit eine Einzelfallentscheidung der Landkreise mit großer Tragweite. Und sie stellt die einzelnen Behörden vor große Herausforderungen. "Komplette Schließungen von Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben können zu massiven Problemen in der Ernährungssicherung und im Tierschutz führen - sie müssen regelmäßig eine Ausnahme bleiben", ergänzt Ripke. Hier braucht es schnellstmöglich einen einheitlichen und sachgerechten Bewertungsrahmen für die Entscheidungen der zuständigen Kommunen vor Ort.

 

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