Anhaltender Druck am Geflügelmarkt

28. September 2020

(AMI/MEG) Auch der September brachte keine Entspannung des Geflügelfleischmarktes. Die Absätze im Lebensmitteleinzelhandel übertrafen nicht mehr so deutlich das Vorjahresniveau wie in den Monaten März bis Juli 2020. Die Umsätze im Gastgewerbe erreichten offensichtlich noch nicht den vor Corona gewohnten Level. Gleichzeitig war der Markt umfangreich mit Ware versorgt, was teils auch auf höhere Importe zurückzuführen war. Mit Sorge blickt die Geflügelbranche auch auf die aktuelle Situation am Schweinemarkt. Nach dem Auftreten der ASP in Deutschland geriet dieser Markt unter Druck. Die Corona bedingten Verschiebungen am Geflügelmarkt überlagerten im September jedoch etwaige ASP-Effekte. Das Angebot an ganzen Hähnchenschlachtkörpern steht der Nachfrage im Schnitt ausgeglichen gegenüber. Premiumprodukte mit höheren Tierschutzstandards oder besonderer Fütterung wurden stärker nachgefragt als im Vorjahr. Reichlich versorgt war der Markt mit Hähnchenteilen, so gaben die Schlachtereiabgabepreise für lose gehandelte Ware etwas nach. Der Druck am deutschen Putenmarkt setzte sich fort.

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