Zweite Studie des Globalen H5N8-Konsortiums liefert Erkenntnisse zu Verbreitungswegen

24. August 2020

Einer Gruppe internationaler Wissenschaftler, darunter des Friedrich-Loeffler-Institutes, ist es gelungen, die Entstehung und Verbreitung neuer Varianten der aviären Influenza (AI) nachzuverfolgen. Hierzu wurden Virusproben genommen, die von dem bisher größten H5N8-Ausbruch in den Jahren 2016/2017 weltweit gesammelt wurden. Mittels Genomsequenzierung und mathematischer Methoden konnten die Forscher abschätzen, wann und wo das Virus bei Wild- oder Hausvögeln genetisches Material mit anderen Viren ausgetauscht hatte. So konnten Aussagen darüber getroffen werden, in welcher Vogelgruppe die neuen AI-Varianten entstanden sind und anhand der Genomsequenzen verfolgen, wie sich die Virusstämme von infiziertem Hausgeflügel in Asien über wilde Zugvögel bis nach Europa ausbreiteten. Die Studie, die von der EU-Kommission im Rahmen des EU-Horizont 2020-Programms gefördert wurde, lieferte nun wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Überwachung möglicher Eintragswege für neue Viren und dient damit dem Schutz von Haus- und Wildvögeln.

 

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