Früherkennungsprogramm Geflügelpest

03. Mai 2021

Im Zusammenhang mit der derzeit grassierenden Geflügelpest in Deutschland bzw. in Nordrhein-Westfalen möchte der WLV auf ein Früherkennungsprogramm der Tierseuchenkasse NRW hinweisen. Im Zuge dieses Programms ist es möglich, Untersuchungen auf das Geflügelpestvirus mittels PCR finanziell gefördert zu bekommen. Mit Blick auf die Gefährdungslage ist es außerordentlich hilfreich, einen besseren Überblick über die Situation in den Betrieben zu erhalten. Die Proben sind durch die Hoftierärzte nach einem bestimmten Schlüssel zu ziehen. Die Kosten hierfür hat der Betrieb zu übernehmen. Die Untersuchungen müssen in staatlichen Laboren durchgeführt werden. Die Laborkosten, welche den größten Teil der Aufwendungen ausmachen, übernimmt die Tierseuchenkasse NRW.
Die wichtigsten Informationen zur Probennahme und der Untersuchung zusammengefasst:
Die Untersuchungsergebnisse dienen dem Landwirt der Früherkennung der Geflügelpest, eine weitere Verwendung der Ergebnisse bleibt dem Landwirt überlassen.

1. Für die Untersuchungen sind Tupfer-Proben (Kombi-Tupfer Trachea u. Kloake) für die PCR-Untersuchung zu entnehmen. Die Entnahme hat durch einen Tierarzt/Veterinär zu erfolgen. Die Kosten der Probenentnahme sind durch den Landwirt zu begleichen.

2. Für die Einsendung der FES-Proben ist das HIT Untersuchungsformular für den jeweiligen Standort des Betriebes (HIT-Nummer) zu verwenden. Es ist darauf zu achten, dass der Kostenträger auf dem Formular anzukreuzen ist. Das Formular ist durch den Tierarzt/Veterinär auszufüllen und von ihm und dem Tierhalter zu unterzeichnen. Der Hoftierarzt kann sich zu Fragen der Erstellung des HIT Vordrucks an die Tierseuchenkasse NRW, Frau Hülsken, Tel:0251/28982-14 oder an die Zentrale -0 wenden. Die Untersuchungsergebnisse versendet das CVUA.

3. Die Anzahl der Proben soll pro Standort nicht mehr als 60 betragen. Die Proben sind repräsentativ aus allen Stallabteilungen zu entnehmen. Da es sich um Monitoring-Untersuchungen handelt, ist eine Untersuchung in Intervallen von 2 bis 4 Wochen sinnvoll (Erfahrungen der Inkubationszeiten im aktuellen Seuchengeschehen).

4. Für weitere Abstimmung der erforderlichen Probenzahlen und der Probenintervalle kann sich der Hoftierarzt mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen.

5. Tupfer und Transportmedien sind vom Hoftierarzt bei den staatlichen Untersuchungseinrichtungen anzufordern. Bei der Bestellung ist darauf hinzuweisen, dass es sich um Proben im Rahmen des FES/Monitorings handelt.Die Probeneinsendung ist vorab dem zuständigen CVUA per Mail bzw. per Telefon anzumelden.

 

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS