Frankreich testet HPAI-Impfstoff

23. Mai 2022

In Frankreich wurden von November 2021 bis zum 6. Mai dieses Jahres 1.374 HPAI-Ausbrüche in landwirtschaftlichen Betrieben registriert.

Insgesamt wurden 16 Mio. Stück Geflügel gekeult, davon fast 11 Mio. im Great West (Pays-de-Loire, Bretagne). Um diese Keulungen künftig zu verhindern, wird Frankreich in Kürze eine Versuchsphase mit zwei Impfstoffen gegen die Geflügelpest starten, die an Wassergeflügel (Gänse und Enten) durchgeführt wird. Damit sollen die Tiere geschützt und deren Viruslast über die Ausscheidung eingedämmt werden. Die Ergebnisse dieser Studie werden bis Ende 2022 erwartet und auf EU-Ebene diskutiert, um ggf. eine europäische Impfstrategie gegen die Vogelgrippe zu entwickeln.

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hatte Impfungen gegen die Geflügelpest bisher kritisch gesehen und die Maßnahme an konkrete Voraussetzungen geknüpft. Bestände sollten geimpft werden in Regionen, in denen der Erreger endemisch ist und andere Maßnahmen zur Bekämpfung (etwa Bestandskeulung und Transportbeschränkungen) keinen Erfolg zeigen. Zudem sei eine kontinuierliche Überwachung geimpfter Bestände nötig und es müsse eine Strategie entwickelt werden, um geimpfte von infizierten Tieren zu unterscheiden. AgE/az

 

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