Öko-Umstellungsinteresse deutscher Bauern bei 18 %, fest entschlossen sind 3 %

04. August 2020

Noch vor 10 Jahren lag das Öko-Umstellungsinteresse der deutschen Bauern laut DBV-Konjunkturbarometer bei 12 %. Es wurde aber seinerzeit kaum umgestellt. Seit etwa 2015 wachsen die Umstellungstätigkeit und das Interesse parallel. Es erreichte im Dezember 2019 mit über 18 % ein Höchstniveau. Davon waren etwa ein Sechstel, also 3 %, zur Umstellung fest entschlossen. Das lässt für die nächsten Jahre eine anhaltende Umstellungstätigkeit erwarten. Kumuliert nahm die Produktionskapazität des deutschen Ökolandbau seit 2015 um über 50 % zu. Real wuchs die Zahl der Öko-Betriebe 2019 um 6,3 % auf nunmehr 33.698 Betriebe, was 12,6 % der landwirtschaftlichen Betriebe entspricht. Zieht man die Streuobstbauern ab, dürfte der Öko-Anteil unter den Haupterwerbs-betrieben wie der Öko-Flächenanteil bei 10 % liegen. Spitzenreiter im Umstellungsinteresse sind die Futterbaubetriebe, aber die Ackerbauern und Veredler haben ebenfalls stark zugelegt. Im Sommer 2020 wird von Beratern aus Norddeutschland von einer absinkenden Umstellungstätigkeit berichtet. Die erwarteten niedrigen Preise für Öko-Umstellungsgetreide zur Ernte 2020 und die noch nicht gänzlich geklärte Verwertung von Umstellungsware in Öko-Mischfutter ab 2021 sowie die unklaren Öko-Prämien Zahlungen im Rahmen der GAP werden einige Umstellungswillige zum Warten veranlassen.

 

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