ASP-Restriktionsgebiete: Bio-Sicherheit in der Auslaufhaltung gewährleisten, aber Aufstallungsgebote sind keine Präventionsmaßnahme

09. Dezember 2020

Der DBV FA Ökolandbau bekräftigt, dass durch seuchensichere Verwahrung, Unterbringung und Haltung der Öko-Schweine die Bio-Sicherheit gewährleistet sein muss. Die Betriebe müssen sicherstellen, dass ihre Hausschweine nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen, und dass Futter und Einstreu sicher vor Wildschweinen geschützt lagern. Dazu müssen Ausläufe und Weidehaltungen durch doppelte Umzäunung sicher eingefriedet sein. Freiland-Schweine müssen im ASP Fall in den Kernzonen von Restriktionsgebieten abgesondert werden können. Das sollte aber nicht in der Pufferzone gelten. In Pufferzonen, so der DBV FA Ökolandbau, müssen Aufstallungsanordnungen Einzelfallentscheidungen bleiben, um die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

Eine Aufstallung nur in der Stallinnenfläche wird in vielen Höfen nicht (langfristig) praktikabel sein, da der Auslauf häufig untrennbar mit dem Stall verbunden ist. Die Aufstallungspflicht stellt daher aus Sicht des DBV FA Ökolandbau und auch des DBV FA Schweinefleisch kein prophylaktisches Mittel der Bio-Sicherheit dar. Überlegungen bei ASP Funden für ganze Bundesländer eine Aufstallung vorzuschreiben erachten beide DBV Fachausschüsse als unnötig und un-verhältnismäßig. Die Auslaufhaltung muss möglich bleiben.

Im Falle von Aufstallungsgeboten müssen Überdachungen der mit dem Stall verbundenen Ausläufe mit Seitenschutz als gleichwertig zur Aufstallung anerkannt werden. Dazu soll es eine gs. Arbeitsgruppe beider DBV FA geben.
Der DBV FA Ökolandbauempfiehlt den Öko-Schweinehaltern, sich auf provisorische Bewirtschaftungsmaßnahmen für den Fall einer Aufstallungspflicht vorzubereiten.

 

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