Klarstellung zu der Anzahl der Pferde auf den Reitflächen

10. November 2020

Durch eine Mitteilung des Pferdesportverbandes Rheinland und des Pferdesportverbandes Westfalen wird nach intensiven Gesprächen mit dem NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem NRW Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Folgendes klargestellt:

Um die nicht logisch erscheinende Unterscheidung der Anzahl der Pferde auf Reitflächen innerhalb der Hallen und auf den Außenflächen zu revidieren, wird festgehalten, dass sich auf besonders großen Flächen, wie sie in Pferdesportanlagen zur Verfügung stehen, auch eine höhere Personenanzahl bewegen darf, ohne gegen den Sinn der Coronaschutzverordnung zur verstoßen. Daher wurde von den Ministerien die von den Pferdesportverbänden vorgeschlagene Relationsgröße von 200 qm je Pferd bestätigt. Dies bedeutet, dass auch auf Außenreitplätzen 4 Pferde auf einer Fläche von 20 x 40 m bewegt werden dürfen. Dies gilt sowohl in den Reithallen als auch auf den Außenplätzen.

Darüber hinaus wird von den Ministerien klargestellt, dass bzgl. der notwendigen Bewegung der Pferde aus Gründen des Tierschutzes ausdrücklich ein Verbot des Sport- und Trainingsbetriebes besteht.

Um Schulpferde in den Betrieben zu bewegen, wird jedoch die Anwesenheit eines Reitlehrers/Reitlehrerin zur fachlichen Aufsicht ermöglicht, um die tierschutzkonforme Durchführung der Bewegung sicherzustellen und um Unfälle zu vermeiden.

Zu dieser Aufsicht gehören auch die Versorgung und Pflege der Pferde vor und nach der Bewegungseinheit (d.h. auf der Stallgasse) und die Kontrolle der Ausrüstung und die Beaufsichtigung des Bewegens in der Bahn. Dabei wird nach den Ministerien festgehalten, dass das Überwachen der Abstände unter den Pferden, das Ansagen von Handwechseln und Gangarten und auch das korrigierende Einschreiten, wenn das Zügelmaß und die Einwirkung nicht angemessen sind, akzeptiert wird.

Die fachliche Aufsicht ist jedoch gehalten, einen hinreichenden Abstand zu den Reitern zu gewähren.

Das Ministerium hat eindringlich deutlich gemacht, dass die notwendige fachliche Aufsicht nicht mit dem normalen Reitschulalltag verwechselt werden darf. Der übliche Reitunterricht ist weiterhin unzulässig, d.h. z.B. das Üben von Lektionen, das Reiten von Aufgaben oder das Arbeiten am Sitz des Reiters durch den Reitlehrer/Reitlehrerin sind nicht geduldet.

Klarstellend ist festzuhalten, dass sich diese Angaben zum sogenannten betreuten Reiten nur auf die Schulpferde der Betriebe beziehen.

Die Pferdesportverbände Rheinland und Westfalen bitten in ihrer Mitteilung darum, dass die Vereine, Betriebe und Reiter sich sorgfältig um die Einhaltung der klargestellten Regelungen kümmern. Ein zu großzügiges Auslegen würde ansonsten den mit den Ministerien gefundenen Konsens gefährden.

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS