Tagung "Netzausbau als Herausforderung für den Bodenschutz"

24. März 2017

Am vergangenen Mittwoch (22.03.) fand eine gemeinsame Tagung des WLV, der Hochschule Soest und des Netzbetreibers Amprion an der Fachhochschule Soest zum 380KV-Erdkabelprojekt in Raesfeld statt. Im Mittelpunkt stand die besondere Bedeutung des Bodenschutzes und dessen Berücksichtigung bei der Baumaßnahme. Die Tagung fand mit weit über 100 Teilnehmern bundesweite Beachtung.

Wichtige Kernaussagen waren, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Bodenschutz für die unterirdische Verlegung von Höchstspannungsleitungen bei weitem nicht ausreichen. Die Bauernverbände sind bisher, gefordert entsprechende Vorgaben in Rahmenregelungen mit den Netzbetreibern zu verhandeln. Angesichts der Dimension des bevorstehenden Netzausbaus ist diese Situation unbefriedigend, vor allem da sich nicht alle Netzbetreiber in dieser Frage kooperativ zeigen. Wichtig wäre deshalb eine bessere Verankerung des Bodenschutzes bereits in den Planfeststellungsbeschlüssen und die Ansiedlung einer bodenkundlichen Baubegleitung bei der Planfeststellungsbehörde. Dies würde eine Unabhängigkeit der Bodenexperten sicherstellen.

Weiterhin erneuerten die Vertreter des WLV die Forderung nach Anerkennung der durchgeführten Bodenschutzmaßnahmen für den naturschutzfachlichen Ausgleich. Wenn die Bodenfunktionen nach dem Erdkabelbau wiederhergestellt sind, sollten dafür keine oder nur geringe Ausgleichsmaßnahmen fällig werden.

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