Netzausbau-Gipfel: Bauernanliegen müssen berücksichtigt werden

07. September 2018

Beim Netzausbau-Gipfel am 20. September wollen Bund und Ländern ausloten, wie der Ausbau der Stromnetze beschleunigt werden kann. Im Vorfeld hat Bauernpräsident Johannes Röring darauf hingewiesen, dass ein zügiger Netzausbau nur gelingen wird, wenn der Ausbau auf Zustimmung der betroffenen Landwirte und Grundeigentümer trifft. In einem Schreiben an Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister in NRW, nennt Röring zwei Maßnahmen, die aus Bauernsicht zur Beschleunigung des Netzausbaus erforderlich sind:

  • Der Stromnetzausbau muss ohne naturschutzrechtlichen Ausgleich erfolgen.
  • Eine jährliche Nutzungsvergütung an die betroffenen Landwirte und Grundeigentümer muss eingeführt werden.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass bei Erdkabelprojekten grundsätzlich nach einer ordnungsgemäßen und bodenschonenden Rekultivierung kein naturschutzfachlich relevanter Eingriff mehr vorliegt", argumentiert Röring. Und: Die herkömmlichen Entschädigungsgrundsätze seien grob ungerecht, gerade im Hinblick darauf, dass anderen Beteiligten Akzeptanzzahlungen gewährt werden.
Röring bat Minister Pinkwart, die Anliegen der Landwirtschaft beim Netzausbau zu unterstützen und beim Gespräch mit Bundesminister Altmaier einzubringen.

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