Ferkelerzeuger warten weiter auf praktikable Lösung

07. September 2018

Im Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz des Bundesrates ist am Dienstag keine Mehrheit für eine Fristverlängerung für die betäubungslose Kastration männlicher Ferkel zustande gekommen. Bei der Abstimmung hatte das Land NRW den Antrag Niedersachsens auf Fristverlängerung unterstützt. WLV-Präsident Johannes Röring bezeichnet das Unvermögen der politischen Entscheidungsträger, eine praktikable Lösung herbeizuführen, als ein Trauerspiel für die Ferkelerzeugung in Deutschland.

Er kündigte an, die Agrarministerinnen und -minister von Bund und Ländern bei der Agrarministerkonferenz (26.-28.09.) in Bad Sassendorf unmissverständlich an ihre große Verantwortung für das Überleben der heimischen Ferkelerzeugung zu erinnern. Zuvor tagt am 21. September das Plenum des Bundesrates. Dort wird das Thema Ferkelkastration erneut zur Abstimmung gestellt.

Ziel des Berufsstandes ist es, neben den bisher diskutierten Alternativen der betäubungslosen Ferkelkastration den sogenannten 4. Weg zu etablieren, die Lokalanästhesie durch den geschulten Landwirt. Deshalb gehen in den kommenden Tagen die Vertreter des Berufsstandes auf die Bundestags- und Landtagsabgeordneten der NRW-SPD zu. Zwar ist das Land NRW für den 4. Weg, aber von der SPD regierte oder mitregierte Länder müssen noch überzeugt werden.

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