Feinstaub: Bauernverbände kritisieren WDR für einseitige Schuldvorwürfe

01. Februar 2019

In einem Schreiben an den Intendanten des WDR, Tom Buhrow, haben WLV und RLV auf den Vorwurf reagiert, die Landwirtschaft sei für 45 Prozent der Feinstaub-Emissionen verantwortlich. "Unsere Berufskollegen in Nordrhein-Westfalen und wir sind hochgradig verärgert über diese einseitigen und letztlich auch unbewiesenen Vorwürfe“, schreiben die Präsidenten von WLV und RLV, Johannes Röring und Bernhard Conzen.

Im Fernsehbeitrag selbst wird festgestellt, dass es sich um Ergebnisse einer unveröffentlichten Studie handelt und es in solchen Studien immer statistische Unsicherheiten gibt. Mit anderen Worten: Die beteiligten Wissenschaftler räumen ein, dass sie die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht haben und es sich um ein reines Rechenmodell mit unbekannter Fehlerquote handelt.

"Wir Bauern", schrieben Röring und Conzen, "sind uns unserer Verantwortung für Boden, Wasser und Luft sehr bewusst." Alle Verursacher von Feinstäuben - Industrie aber auch die Gesellschaft insgesamt - müssten sich zu ihrer Verantwortung bekennen. Wer wie die Bauern zu einem vertrauensvollen Dialog mit der Gesellschaft kommen wolle, müsse angesichts dieses Fernsehbeitrages daran zweifeln, ob sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender diesem Verständigungsprozess auch verpflichtet fühlten.

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