Pauschalierung: Union will geplante Absenkung prüfen

31. Mai 2021

Bauernpräsident Beringmeier drängt im Gespräch mit CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendem Ralph Brinkhaus auf Korrektur.

Diese Nachricht hat viele Betriebe getroffen: Die Bundesregierung will den Pauschalierungssatz ab dem kommenden Jahr von 10,7 auf 9,6 Prozent senken. Der WLV kritisiert diese Pläne als Steuererhöhung. WLV-Präsident Hubertus Beringmeier hat am vergangenen Freitag ein Treffen mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkaus, genutzt und die Dramatik der Pläne klargemacht.


» Wir sind zuversichtlich, dass das noch nicht das letzte Wort ist. «

WLV-Präsident Beringmeier nach dem Gespräch


Zusammen mit der Änderung, dass nur noch Betriebe bis 600.000 € Vorjahresumsatz künftig pauschalieren dürfen, ist dies für viele Betriebe ein herber finanzieller Rückschlag. „Und das in einer Zeit, wo die Situation auf den Betrieben ohnehin extrem angespannt ist. Die jungen Leute rennen uns vom Hof“, sagt WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. Am Gespräch nahm auch Andreas Westermeyer teil, Vorsitzender des WLV-Kreisverbandes Gütersloh, dem Heimatkreis von Brinkhaus..

„Wir haben Herrn Brinkhaus klargemacht, dass die neue Berechnungsmethode hinkt", betonte Beringmeier. "Denn wenn ab 2022 die Betriebe mit mehr als 600.000 € Umsatz aus der Pauschalierung fallen, dürfen sie auch nicht in der Berechnung bleiben."

Brinkhaus habe zugesagt, die geplante Absenkung des Pauschalierungssatzes nochmal auf den Prüfstand zu stellen, berichtete der WLV-Präsident. „Das ist das Maximum, was in so einem Gespräch möglich. Wir sind zuversichtlich, dass bei dem Thema noch nicht das letzte Wort gesprochen ist."

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