#Haltungswechsel von Aldi: Entscheidende Fragen ungeklärt

30. Juli 2021

Die Ankündigung von Aldi Nord und Aldi Süd, ab dem Jahr 2030 bei Frischfleisch für Rind, Schwein, Hähnchen und Puten auf die Haltungsformen der Stufen 3 und 4 zu setzen, hat unter Landwirten große Unruhe ausgelöst und viele Fragen aufgeworfen.

Jetzt haben DBV, Deutscher Raiffeisenverband sowie der Bundesverband Rind und Schwein Antworten gegenüber den Unternehmen angemahnt.

In einem Schreiben an die Unternehmensleitungen fordert unter anderem WLV-Präsident Hubertus Beringmeier: "Wenn der Weg ernsthafte Chancen auf Realisierung haben soll, bedarf es langfristiger Planbarkeit, Verlässlichkeit und weiterer Weichenstellungen, die nur gemeinsam mit der Erzeugerseite erfolgen kann. Wir bitten daher nachdrücklich um einen Dialog mit den Tierhaltern."

Die Unterzeichner des Schreibens - DBV-Präsident Joachim Rukwied, DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp, Paul Hegeman vom BV Rind und Schwein sowie Hubertus Beringmeier in seiner Funktion als DBV-Veredlungspräsident - betonten: Die Tierhalter seien offen für Weiterentwicklungen der Haltungsbedingungen. Das gelte auch für so weitreichende Ziele. Dafür reichten aber Ankündigungen nicht aus, den Worten müssten Taten folgen. 

U.a. erwartet die Branche Antworten auf entscheidende Fragen wie

  • Warum nur Frischfleisch?
  • Wie sollen Preisbildung und Vertragsmodell aussehen?
  • Ist der Vorstoß eine Einzelinitiative oder wird ein Ausbau auf Ebene des gesamten LEH angestrebt?

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