Beringmeier im Branchengespräch: Wir brauchen eine Perspektive!

06. August 2021

Schlechte Preise, hohe Kosten und schwache Nachfrage bestimmen derzeit den Schweinemarkt. Wie lange noch? Beim Branchengespräch des Wochenblatts mit Vertretern von Landwirtschaftskammer und Westfleisch SCE nahm Bauernpräsident Hubertus Beringmeier vor allem den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in die Pflicht.

„Wir brauchen das Bekenntnis des LEH, dass er vorrangig deutsche Ware bezieht, um die heimische Produktion zu stärken – sowohl bei Frischfleisch wie bei Verarbeitungsware," bekräftigte Beringmeier. Deutsches Schweinefleisch dürfe nicht weiter ins Hintertreffen geraten. Wenn der LEH nur noch Fleisch der Haltungsform 2 in die Kühltheken lege, sei das maßgeschneidert für Schweine der Intitative Tierwohl (ITW). Denn ITW-Fleisch stamme ausschließlich aus Deutschland.


» Unsere Ferkelerzeuger und Mäster haben bewiesen, dass sie große Herausforderungen meistern können. «

WLV-Präsident Beringmeier



Konkrete Angebote für die Haltungsform 3 fordert Hubertus Beringmeier von den Akteuren des LEH. Gerade von Aldi, der mit dem Zieljahr 2030 für Frischfleisch der Haltungsform 3 und 4 vorgeprescht sei: „Das ist enttäuschend und das Gegenteil von Augenhöhe“, sagte Beringmeier. Er setzt seine Hoffnung auf die neu geschaffene Koordinierungsplattform von Bauernverband, Raiffeisenverband und Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.

Hier soll festgelegt werden, was im Bereich der Haltungsformen machbar und honorierbar ist. Dazu gehören für Beringmeier auf jeden Fall Ferkel deutscher Herkunft sowie das Aufgreifen des Trends zur Regionalität. Im Borchert-Plan sieht Beringmeier die Chance auf Planungssicherheit, um Nofnachfolgern Perspektiven zu bieten.

Den Bericht zum Branchengespräch lesen Sie im aktuellen Wochenblatt auf den Seiten 12 und 13.

 

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