Update zum Pflanzenschutzmittelkartell: Teilnahmefrist verlängert

06. August 2021

Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr hohe Bußgelder gegen sieben Großhändler von Pflanzenschutzmitteln verhängt. Bauern, die durch dieses Kartell geschädigt wurden, können ihre Ansprüche auf Schadensersatz in einem Sammelverfahren geltend machen. Die Frist zur Teilnahme wurde jetzt bis zum 31. März 2022 verlängert.

Allen Mitgliedern bietet der WLV die Unterstützung durch eine „Bäuerlichen Ge-schädigtengemeinschaft" (BGG) an. Diese bereitet mit Hilfe zweier Anwaltskanzleien und mit Unterstützung des Prozessfinanzieres TransAtlantis Klagen vor. Schon beteiligen sich mehr als 2.000 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Nutzfläche von etwa 500.000 ha.

Für geschädigte Landwirte gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Eine Klage auf Erfolgsbasis: Für klagende Landwirte bestehen in dem Verfahren keine Kostenrisiken. Der Prozessfinanzierer trägt im Falle einer erfolglosen Klage die Prozess- und Gutachterkosten. Im Erfolgsfall erhält er 25 Prozent der zugesprochenen Entschädigung nach Abzug der Kosten, der Landwirt 75 Prozent.
  2. Verkauf evtl. Ansprüche schon vor einem Verfahren: Nach Prüfung durch den Prozessfinanzierer werden nachgewiesene Schäden zu einem Kaufpreis von 22 Prozent der Forderungssumme angekauft.

Interessierte Landwirte wenden sich an die Kreisverbände des WLV oder direkt an BGG@agrarkartell.de. 

Weitere Informationen finden Sie hier: www.agrarkartell.de.

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