Rukwied: Erneut unterdurchschnittliche Ernte in Deutschland

27. August 2021

Der DBV rechnet auf seiner heutigen Ernte-PK in diesem Jahr mit einer Getreideernte, die rund eine Million Tonnen bzw. knapp 2 Prozent unter Vorjahr und 4,7 Prozent hinter dem Mittel der Jahre 2015 bis 2020 liegt. Auch in Westfalen-Lippe enttäuschte die Ernte.

Da die Ernte nicht vollständig abgeschlossen ist, können sich die Zahlen noch geringfügig ändern.

„Die diesjährige Getreideernte fällt insgesamt zum wiederholten Male unterdurchschnittlich aus. Zahlreiche Hagel- und Starkregenereignisse haben uns gezeigt, dass die Landwirte die Auswirkungen des Klimawandels direkt zu spüren bekommen", sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied. „Hinzu kommen stark gestiegene Kosten bei Betriebsmitteln, die die Landwirte wirtschaftlich belasten. Insbesondere die Schweinehalter stehen mit dem Rücken an der Wand", so Rukwied.

In Westfalen-Lippe enttäuschte die Ernte überwiegend. Beim Weizen lag der Ertrag rund 8 Prozent unter dem Vorjahr und rund 5 Prozent unter dem langjährigen Mittel, bei der Gerste zwar 4 Prozent über dem Vorjahr, aber rund 2 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Insgesamt waren bei den Getreidearten ein geringes Hektolitergewicht und mäßige Qualität festzustellen.

Der negative Trend der vergangenen Jahre setzte sich auch beim Raps mit Durchschnittserträgen von ca. 40 dt/ha fort. Es kam über den gesamten Ernteverlauf immer wieder zu Verzögerungen aufgrund der unbeständigen Witterung, dies erschwerte auch die Strohbergung.

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