Krise auf dem Schweinemarkt: WLV setzt auf Gespräche und Protest

03. September 2021

Heute hat der Vorstand des WLV über die katastrophale Situation am Schweinemarkt debattiert. Präsident Hubertus Beringmeier und die Vorsitzenden der Kreisverbände sehen mit großer Sorge die Auswirkungen der Preiskrise auf die finanzielle Stabilität vieler Familienbetriebe.

Der Vorstand hat großes Verständnis für die Verzweiflung vieler Bäuerinnen und Bauern und unterstützt durch die Kreisverbände ihre Proteste, setzt aber auch weiter auf die laufenden Gespräche mit LEH und Schlachtbranche.

Der WLV kämpft, um die Wertevernichtung beim Schweinefleisch dauerhaft zu beenden und das wirtschaftliche Überleben der Bauernfamilien zu sichern, für einen grundlegenden Wandel in der Wertschöpfungskette. Dabei stehen drei zentrale Anliegen für Hubertus Beringmeier im Mittelpunkt:

  • Eine Trendwende am Schweinemarkt hin zu besseren Preisen,
  • das Bekenntnis des LEH zur heimischen Produktion – 5D, nicht nur für Frischfleisch, sondern auch für Verarbeitungsware!
  • die stärkere Bewerbung von deutschem Schweinefleisch ohne es zu verramschen.

Die Schweinehalter sind die großen Verlierer innerhalb der Wertschöpfungskette für Schweinefleisch. LEH und Schlachtunternehmen diktieren den Schweinehaltern als schwächstes Glied in der Kette faktisch die Erzeugerpreise. Ausdrücklich begrüßt der WLV die Äußerungen mehrerer LEHs zur deutschen Produktion, bei Lippenbekenntnissen allein darf es aber nicht bleiben, betonte Beringmeier.

Der WLV führt seit dieser Woche Gespräche mit den großen Schlachtunternehmen und den führenden Unternehmen des LEH. Diese Gespräche werden in der übernächsten Woche ihren Abschluss finden. Der WLV wird die Ergebnisse bewerten und dann eine Entscheidung treffen, wie er als Interessenvertreter der Schweinehalter weiter verfahren wird.

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