Insektenschutzpaket: "Frau Ministerin, nutzen Sie Ihren Spielraum!"

17. September 2021

Das Insektenschutzpaket und die Agrarmärkte prägten gestern das Programm des Landesverbandsausschusses in Werl. 110 Delegierte aus allen Kreisverbänden nahmen am Bauernparlament des WLV teil. Am Vormittag nahm sich Ministerin Ursula Heinen-Esser viel Zeit für das Gespräch mit ihnen.

Bauernpräsident Hubertus Beringmeier forderte Ursula Heinen-Esser auf, den Spielraum, den das Land bei der Umsetzung des Insektenschutzgesetzes und der Pflanzenschutzanwendungsverordnung hat, für die Bauernfamilien voll zu nutzen. Frau Heinen-Esser kündigte an, dass es einen Erlass mit einer Härtefallregelung geben werde. Danach sollen Betriebe von den neuen Auflagen im Pflanzenschutz befreit werden können, wenn sie mit einem hohen Prozentsatz ihrer Ackerfläche im Naturschutzgebiet liegen. Der genaue Prozentsatz werde noch ministeriumsintern diskutiert.

Weiterhin sagte sie zu, die Möglichkeit des Erschwernisausgleiches in NRW zu nutzen. Dazu sollen insgesamt 7 Mio. Euro jährlich bereitgestellt werden. Die Betriebe müssten sich allerdings entscheiden, welche Option sie wählen. Wer von der Härtefallregelung Gebrauch mache, könne nicht gleichzeitig einen Erschwernisausgleich in Anspruch nehmen. Zum Thema Glyphosatverbot in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten, werde derzeit die Gebietskulisse erstellt, um eine genaue Abschätzung zu erhalten, wie viel Fläche in NRW betroffen ist.

In einer Resolution gab das Bauernparlament der Ministerin die Forderungen der Landwirtschaft mit auf den Weg. Ein ausführlicher Bericht zu den Themen der Diskussion ist zu finden unter www.wochenblatt.com.

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