80 Prozent der Verbraucher lehnen Ersatzprodukte für Fleisch und Milch ab

14. April 2022

Kennzeichnung der Ersatzlebensmittel wird als uneindeutig empfunden und schließt Verwechslung nicht aus

Eine vom Projekt Lebensmittelklarheit veröffentlichte Umfrage zur Kennzeichnungserwartung an vegane und vegetarische Ersatzprodukte verdeutlicht die große Skepsis der Verbraucher gegenüber Ersatzlebensmitteln. Nur 20 Prozent der Befragten geben an, diese uneingeschränkt bzw. viel zu verzehren. 98 Prozent essen mehr oder weniger tierische Produkte wie Milch und Käse, 83 Prozent Fleisch und 83 Prozent Fisch.

übergroße Mehrheit der Verbraucher bevorzugt Mischkost

„Diese Umfrage bestätigt vor allem eines – die übergroße Mehrheit der Verbraucher bevorzugt die Mischkost. Die deutschen Landwirtinnen und Landwirte sorgen für die notwendigen pflanzlichen und tierischen Zutaten", betont der Deutsche Bauernverband. 

Laut Studie empfinden mehr als 40 Prozent der Befragten fleischähnliche Produktnamen wie z. B. „vegetarischer Fleischsalat" als irreführend bzw. uneindeutig. 

DBV fordert Wahrheit und Klarheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln

Damit sieht sich der DBV in seiner Forderung nach Wahrheit und Klarheit bei der Lebensmittelkennzeichnung bestärkt. „Wir lehnen es ab, dass fleischfreie Lebensmittel wie das Fleisch- oder Wurstoriginal benannt werden. Wir sind der Meinung, dass sich das Ersatzlebensmittel nicht nur in seiner Aufmachung, sondern auch in seiner Bezeichnung eindeutig vom Original unterscheiden muss", heißt es beim DBV.

So wenig es ein „milchfreies Milcheis" oder ein „himbeerfreies Himbeerdessert" geben kann, darf es auch keinen „fleischfreien Rinderbraten" oder, um bei der Studie zu bleiben, „vegane Chicken Nuggets" geben". Anderenfalls drohe die Eindeutigkeit der Lebensmittelbezeichnung in die Beliebigkeit zu verfallen.

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS