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Kritik an Aldi: Nachhaltigkeit fordern und zugleich Preise senken geht gar nicht

24. Juni 2022

Deutliche Kritik vom Bauernverband

Unter der Überschrift "Haltungswechsel" werben Aldi NORD und ALDI SÜD offensiv für mehr Nachhaltigkeit. Für das Vorhaben wurden beide Unternehmen vor kurzem mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2022 ausgezeichnet. Dass sich der selbst gesetzte Anspruch in den aktuellen Preisverhandlungen für Schweinefleisch nicht wiederspiegelt, wird von Bauernpräsident Hubertus Beringmeier deutlich kritisiert.

Beringmeier kritisiert im aktuellen Video, dass ALDI NORD und ALDI SÜD für Fleisch im 3. Quartal die Einkaufspreise für Schweinefleisch stark reduzieren wollen. Im Video sagt er: "Aldi setzt die Schlachtunternehmen ernorm unter Druck und versucht, die Preise zu senken. Für uns ist überhaupt nicht nachvollziehar, warum Aldi jetzt angesichts gestiegener Futter- und Energiekosten diese Härte an den Tag legt. Dafür haben wir überhaupt kein Verständnis!"

 

Zum Hintergrund:

Im Juni 2021 hatten ALDI Nord und ALDI SÜD ihr Projekt "Haltungswechsel" angekündigt. Sie wollen damit Verbesserungen für mehr Tierwohl in die Wege leiten. Bis 2030 will ALDI sein komplettes Frischfleisch-Sortiment auf die höheren Tierwohl-Haltungsformen 3 und 4 umstellen.

In ihrer Pressemitteilung schreibt ALDI NORD: "Für ihr Tierwohlversprechen haben die beiden Discounter großen Zuspruch aus allen Bereichen der Gesellschaft erhalten. Dabei ist ALDI bewusst, dass eine konsequente Umstellung hin zu mehr Tierwohl die gesamte Wertschöpfungskette – insbesondere die deutsche Landwirtschaft – vor große Herausforderungen stellt. Die Discounter bekräftigen daher ihr Bekenntnis, sich für mehr Tierwohl in der Breite einzusetzen und einen sicheren Absatzkanal für heimische Tierwohlware zu schaffen."

Mit den jetzigen Preisverhandlungen werden ALDI NORD und ALDI SÜD diesem eigenen Anspruch nicht gerecht!

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