Rewe-Group will heimisches Schweinefleisch verkaufen

25. August 2021

Als gutes Signal zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft sieht DBV-Veredlungspräsident und WLV-Präsident, Hubertus Beringmeier, den vorgestern bekannt gewordenen Beschluss der Rewe-Group, rund 95% des konventionellen Schweinefrischfleisch-Sortiments auf deutsche Herkunft umzustellen.

„Der Vorstoß der Rewe-Group ist ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt," so Beringmeier. Insbesondere die Ferkelerzeuger profitieren vom Bekenntnis zu 5D! Genau diese Botschaft haben wir lange eingefordert!", so Beringmeier. Mit 5D bekennt sich Rewe ab Geburt der Schweine für die Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung von Schweinefleisch in und aus Deutschland. Nicht minder wichtig sei dabei die von Rewe bereits für September vorgesehene Aufstockung der seit Ende 2020 eingeführten zusätzlichen Zahlungen für heimisches Schweinefleisch. Soweit noch nicht geschehen, sollten die übrigen Lebensmitteleinzelhändler ebenso agieren. Besonderen Handlungsbedarf sieht Beringmeier aber nach wie vor im Bereich der Verarbeiter und Großverbraucher. „Es kann nicht sein, dass seit Jahren fast ausschließlich nur über Frischfleisch gesprochen wird und sich die gesamte Fleischwarenindustrie wegduckt," wird Beringmeier deutlich. Von der Schlachtwirtschaft fordert er ein Ende des Preisdrucks. Die deutsche Fleischwirtschaft solle vielmehr ihre Leistungsstärke durch Entwicklung neuer, werthaltiger Vermarktungswege zeigen.

 

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