Drohendes Antibiotikaverbot

01. September 2021

Die EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6 wurde im Jahr 2019 verabschiedet. In einem Nachfolgerechtsakt müssen EU-Kommission, Mitgliedsstaaten und EU-Parlament bis zum Inkrafttreten des Gesetzes im Januar 2022 festlegen, welche Antibiotika künftig für den Menschen vorbehalten sind und somit nicht mehr der Tiermedizin zur Verfügung stehen.

Wie bereits im Bauerninfo Nr. 32/2021 angekündigt, hat der DBV weitere Gespräche mit Abgeordneten geführt und dabei immer wieder auf den „One-Health-Ansatz" beruhenden Vorschlag der EU-Kommission verwiesen. Mit der Bitte, den Delegierten Rechtsakt in der von der Kommission vorgeschlagenen Form zu unterstützen und den Entschließungsantrag abzulehnen hat sich der DBV heute erneut mit einem Brief an alle deutschen Parlamentarier (ohne AfD) gewandt. Nun muss das Plenum auf seiner Sitzung vom 13. bis 16. September über den Delegierten Rechtsakt entscheiden. Es droht der Wegfall etlicher Wirkstoffgruppen. Der DBV wird das Gespräch mit weiteren Abgeordneten führen.

 

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