Antibiotika-Abgabemengen leicht gestiegen

20. Oktober 2021

Wie das BVL mitteilt, ist die Menge der in Deutschland von pharmazeutischen Unternehmen an Tierärzte abgegebenen Antibiotika im Jahr 2020 erstmals seit Beginn der Meldepflicht 2011 leicht gestiegen.

Insgesamt wurden 701 t Antibiotika abgegeben. Die größten Mengen fanden sich wie in den Vorjahren bei den Penicillinen (278 t) und Tetrazyklinen (148 t). Es folgten Sulfonamide (65 t), Makrolide (61 t) und Polypeptidantibiotika mit 60 t. Die Menge der abgegebenen Fluorchinolone stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 t (6,7 %). Einen Rückgang gab es im Vergleich zum Vorjahr dagegen bei den Polypeptidantibiotika (-9,2 %). Auch diese gehören, wie die Cephalosporine der 3. und 4. Generation, die Fluorchinolone und die Makrolide, zu den sog. kritischen Wirkstoffen, die laut WHO für die Therapie beim Menschen vorbehalten sein sollten. Das BVL weist darauf hin, dass sich die gemeldeten Wirkstoffmengen nicht einzelnen Tierarten zuordnen lassen, da deren Mehrzahl sowohl für Nutz- als auch Heimtiere zugelassen ist.
Nähere Informationen finden Sie unter

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/05_tierarzneimittel/2021/2021_10_12_PI_Abgabemengen_Antibiotika_Tiermedizin.html

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