Landwirte, Landfrauen und Landjugend | 12. Januar 2024

Resolution an Bundestags- und Landtagsabgeordnete

100 Teilnehmer

Die Zahlen sind deutlich: 370 Mio. EUR Einsparungen hat die Landwirtschaft in jüngster Zeit bereits verkraften müssen, weil Mittel für die "Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz", beim Investitions- und Zukunftsprogramm und der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung gestrichen wurden. "Die jetzigen Sparpläne der Ampelregierung bringen das Fass zum Überlaufen", so Kreisvorsitzender Andreas Westermann. Am Freitag überreichten Landwirte, Landfrauen und Landjugend der heimischen Politik die Resolution des Berufsstandes zur geplanten Kürzung der Bundesmittel.

"Wir sorgen für hochwertig und nachhaltig produzierte Lebensmittel, obwohl wir im EU-Vergleich deutlich höhere Vorgaben zu erfüllen haben. Wo ist der Respekt uns gegenüber geblieben? Wir brauchen mehr Anerkennung statt Reglementierung und Verbote", so Westermann und nannte als Beispiele für gut funktionierende Maßanhmen mit der Landwirtschaft im Kreis Warendorf den "Runden Tisch Biodiversität" von Landwirtschaftlichem Kreisverband und Kreisverwaltung oder das W-Land-Projekt unter Federführung der Kreisjägerschaft. "Wir stehen für verlässliche Lebensmittelversorgung und erwarten dafür verlässliche Rahmenbedingungen."

Der Einladung in die Geschäftsstelle waren Norwich Rüße (Grüne MdL), Henning Rehbaum (CDU-MdB), Daniel Hagemeier (CDU MdL), Markus Höner ( CDU-MdL und Agrarpolitischer Sprecher) und Landrat Dr. Olaf Gericke gefolgt. Der Verwaltungschef stellt sich klar an die Seite der Landwirte: "Ein Verfassungsbruch hat zu diesen Löchern im Bundeshaushalt geführt. Die geplanten Kürzungen bei den Bauern müssen ersatzlos zuückgenommen werden!" Mit Blick auf die anwesenden Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker sagte der Verwaltungschef: "Wir reden miteinander. Das nennt man Dialog. Die Landwirte gehen auf die Straße. Das ist Versammlungsfreiheit. So funktioniert Demokratie." Der Dienstherr der Kreispolizeibehörde dankte den Landwirten auch für die gute Zusammenarbeit bei den Schlepperdemos, die ohne Zwischenfälle durchgeführt werden konnten.

Für die Landfrauen drückte die Kreisvorsitzende Vanessa Wulff-Haggeney ihre Sorgen um das Höfesterben, überbordende Bürokratie und fehlende Planungssicherheit aus. Wie groß die Sorgen der Jugend angesichts fehlender Zukunftsperspektiven sind, das skizzierte Stephan Gehringhoff von der KLJB.

Rund 100 Landfrauen und Landwirte, unter ihnen auch Vertreter der Kreisjägerschaft und des Waldbauernverbandes, waren zur Übergabe der Resolution in die Kreisgeschäftsstelle gekommen.

Am Montag starten erneut 180 Landwirte in den frühen Morgenstunden mit Bussen zur Großdemo nach Berlin. Das die Ampel-Fraktionschefs den Bauernverband zu Gesprächen am Montag eingeladen haben, bewerten die Verbandsvertreter als vielversprechend.

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Aktionswoche im Kreis Warendorf - Übergabe der Resolution
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Aktionswoche im Kreis Warendorf - Übergabe der Resolution auf Ortsebene