Neues Jahr - neue Rahmenbedingungen

08. Dezember 2014

Änderungen in der Sozialversicherung der Landwirtschaft

Zum 1. Januar 2015 ergeben sich einigen Änderungen in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung. WLV-Fachberaterin Jenny Jethon fasst diese für Sie zusammen.

Zum 1. Januar 2015 ergeben sich einigen Änderungen in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung.

Mindestlohn zum 01.01.2015: Auch für Mitarbeitende Familienangehörige!

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer. Für Mitarbeitende Familienangehörige (Mifa) ist deshalb zu prüfen, ob diese den Status eines Arbeitnehmers haben. Das ist der Fall, wenn der Mifa

  • wie eine fremde Arbeitskraft in den An-     stellungsbetrieb eingegliedert ist und die Beschäftigung tatsächlich ausgeübt wird,
  • dem Weisungsrecht (wenn auch in abgeschwächter Form) des Arbeitgebers unterliegt,
  • anstelle einer fremden Arbeitskraft beschäftigt wird,
  • das Arbeitsentgelt der Lohnsteuer unterworfen wird,
  • Arbeitsentgelt als Betriebsausgabe verbucht wird.

Dagegen liegt grundsätzlich keine Arbeitnehmertätigkeit vor, wenn der Mifa ohne Arbeitsvertrag und nicht hauptberuflich     ( weniger als 20 h ) beschäftigt wird.

Letztendlich wird oftmals eine Einzelfallklärung notwendig sein. – Stand 11/2014

 

Beitragsänderungen SVLFG

Landwirtschaftliche Alterskasse (LAK) Beitrag 2015

  • Der Beitrag zur LAK steigt von 227 € auf 232 €

Landwirtschaftliche Pflegeversicherung (LPK) Beitrag 2015

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,3 Prozentpunkte. Davon werden

  • 0,1 % für den Pflegefonds verwendet,
  • 0,2 % dient sie der Finanzierung der nachfolgend beschriebenen Leistungsverbesserungen:


Pflegestärkungsgesetz:


Leistungsverbesserungen zum 01.01.2015

Ab den 1. Januar tritt das Pflegestärkungsgesetz I mit verbesserten Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Kraft. Das Gesetz stärkt insbesondere die häusliche Pflege.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  1. Die meisten Leistungsbeträge der Pflegeversicherung erhöhen sich pauschal um 4%
  2. Kurzeit- u. Verhinderungspflege werden ausgebaut und können besser miteinander kombiniert werden.
  3. Demenzkranke (Pflegestufe 0) haben unter anderem erstmals einen Anspruch auf teilstationäre Tages-/ Nachtpflege und Kurzeitpflege.
  4. Pflegestufen 1 bis 3 erhalten künftig auch einen Betreuungsbetrag von bis zu 104,-€ pro Monat.
  5. Der Zuschuss zu Umbaumaßnahmen steigt von 2.557 auf bis zu 4.000 € pro Maßnahme.
  6. Bei Pflegemitteln des täglichen Verbrauchs steigen die Zuschüsse von 31 auf 40 € pro Monat.
  7. Es wird ein Pflegevorsorgefonds aufgebaut, der sich aus den Einnahmen von jährlich 1,2 Milliarden Euro finanziert.

 

Allgemeine Sozialversicherung

Beitragsänderungen

  • Gesetzliche Krankenversicherung:
    Der allgemeine Beitragssatz von 15,50% sinkt auf 14,60 %
  • Gesetzliche Pflegeversicherung:
    Der allgemeine Beitragssatz steigt von 2,05% auf 2,35% (0,3 Prozentpunkte)
  • Gesetzliche Rentenversicherung:
    Der allgemeine Beitragssatz von 18,90 % sinkt auf 18,70 %

Fragen zur Landwirtschaftlichen Sozialversicherung beantwortet beim Landwirtschaftlichen Kreisverband Fachberaterin Jenny Jethon, Tel. 02861/9306-60.

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