Interesse an Beleuchtungsfahrt so groß wie noch nie

09. November 2020

Über 6000 Teilnehmer beim Illuminationsevent in Bocholt und Rhede

Auch mit einem Tag Abstand ist Anke Knuf vom Orga-Team immer noch geplättet: „Das war der Wahnsinn. Das Interesse an der Beleuchtungsfahrt war wohl noch nie so groß wie diesmal." An allen drei Abenden kamen so viele Menschen mit ihren Autos nach Rhede und Bocholt, dass sich über die gesamte 30-Kilometer-Länge der Rundtour immer wieder Rückstaus bildeten. Auf insgesamt über 3.000 Autos schätzen die Veranstalter der örtlichen landwirtschaftlichen Ortsverbände, von Landjugend und Landfrauen die Teilnehmerzahl. Die Organisatoren hatten als „Fahrkarte" für alle Personen, die in den Autos saßen, kleine ausgestanzte Holztrecker-Plättchen besorgt. 6000 Stück. Die reichten allerdings bei weitem nicht aus, so dass einige leider ohne „Ticket" unterwegs sein mussten.

Kein Wunder: Die achte Auflage des Illuminationsevents kam so passend wie noch nie. Corona-sicher im Auto an einer Veranstaltung teilnehmen und dieses Erlebnis mit tausenden anderen teilen: Das geht in diesem Teil-Lockdown-November sonst fast nirgendwo. Auch wenn die Teilnehmer etwas Geduld mitbringen mussten, überstrahlte das Gezeigte diesen Umstand im wahrsten Sinne des Wortes.

Die vielen Nachbarschaften, Gruppen und Familien, die ihre Höfe und einzelne Stationen in Szene setzten, hatten sich einiges einfallen lassen: Die Nachbarn vom Spielberg in Büngern hatten mit lebensgroßen Puppen, Musik und einer großen Strohskulptur einen Martinsumzug nachgestellt. Ein paar Meter weiter gab es eine Geisterbahn zum Durchfahren mit Gruselgestalten, Horrorfilmmusik und blutrot erhellten Nebelschwaden. Einer der Publikumsfavoriten war auch der an einem Hof mit tollen Kostümen in Szene gesetzte mexikanische „Tag der Toten". Immer wieder sorgten verschieden in Szene gesetzte Strohpuppen, Hofkulissen, Landtechnik, Lichterketten und Laternen für platte Nasen an den Autoscheiben. Rhedes WLV-Ortsverbandsvorsitzender Wilhelm Teklote war denn auch voll des Lobes für die vielen ehrenamtlichen Helfer: "Ein wirklich dickes Dankeschön an alle Beteiligten. Es haben sich alle so viel Mühe gemacht."

Über soziale Medien war hier und da zwar Kritik an den Wartezeiten zu vernehmen. Viel häufiger zu lesen war aber Lob für die Organisatoren, Begeisterung und Dankbarkeit. Dies hat auch die Bocholter Landwirtin Anke Knuf so wahrgenommen: „Die Leute waren gut drauf und einfach nur froh, dass überhaupt etwas geboten wird in diesen Zeiten." Auch die Polizei sei sehr zufrieden gewesen und habe von keinerlei Zwischenfällen berichtet.

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